Wirtschaft : NACHRICHTEN

Island will Schulden drücken

Reykjavik - Island erwägt einen neuen Vorschlag zu den Bedingungen bei der Tilgung riesiger Auslandsschulden. Das Land schuldet Großbritannien und den Niederlanden aus dem Zusammenbruch der heimischen Internetbank Icesave 5,4 Milliarden Dollar – fast zwei Drittel seines Staatshaushaltes. „Das wird unsere Zahlungen erheblich senken“, sagte Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurdardóttir zu dem neuen Vorschlag. Details wurden nicht bekannt. Obwohl Islands Regierung zugestimmt hatte, das Geld zurückzuzahlen, sind die beteiligten Länder uneins über die Bedingungen. Am 6. März soll es dazu eine Volksabstimmung geben. dpa

EU will Mobilfunk-Fusion erlauben

london - Die Europäische Kommission will britischen Medienberichten zufolge die geplante Fusion des britischen Mobilfunkgeschäfts von Deutscher Telekom und France Télécom genehmigen. Die Entscheidung könne noch in dieser Woche fallen, nachdem sich die beiden Unternehmen zu Zugeständnissen bereiterklärt hatten, hieß es. Der Fall solle auch nicht mehr an die britischen Kartellbehörden weitergeleitet werden. Damit würde ein neuer Marktführer in Großbritannien entstehen. Die Unternehmen wollen nach früheren Angaben die Transaktion in der ersten Jahreshälfte abschließen. dpa100 Ermittler für Hypo Alpe Adria Wien - Eine „CSI Hypo“ soll es nach dem Willen von Österreichs Finanzminister Josef Pröll werden: Um die Vorgänge rund um die frühere BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria vollständig aufzuklären, kündigte Pröll eine Truppe von 100 Finanzermittlern an, berichten mehrere Zeitungen. Das Team werde die mögliche Haftung von Hypo-Gremien und Schadenersatzansprüche prüfen, sagte der Minister und Vizekanzler. „Wir werden jeden Beleg umdrehen“, sagte er. Derzeit untersuchen Ermittler in Bayern und Österreich, ob die marode HGAA im Jahr 2007 zu teuer an die BayernLB verkauft wurde. Die BayernLB stellt dazu ein eigenes Ermittlerteam ab. dpa

Porsche drohen Strafen in den USA

Hamburg - Dem Sportwagenbauer Porsche drohen in den USA wegen der Überschreitung neuer Grenzwerte zum Verbrauch empfindliche Strafen und im schlimmsten Fall sogar das Aus auf dem US-Markt. „Für die Modelljahre 2012 bis 2015 haben wir eine Ausnahmegenehmigung bekommen“, sagte Cheflobbyist Stephan Schläfli der „Financial Times Deutschland“. Ab 2016 gelte diese aber nicht mehr. „Um den Grenzwert zu erreichen, müssten wir den Verbrauch Jahr für Jahr um rund zehn Prozent senken“, rechnete Schläfli vor. Das sei aber technisch unmöglich. AFP

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