Wirtschaft : NACHRICHTEN

Baumärkte leiden unter dem Winter

Köln - In Deutschlands Heimwerkermärkten herrscht frostige Stimmung. Weil wegen des winterlichen Wetters die Kunden ausbleiben, droht der Branche im ersten Quartal ein empfindlicher Umsatzeinbruch. „In einer Ad-hoc-Umfrage unter Mitgliedsunternehmen haben wir für den Monat Januar ein Umsatzminus von vier Prozent ermittelt“, berichtete Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer des Baumarktverbands BHB am Montag. Auch im Februar sei das Geschäft verhalten gelaufen, hieß es am Rande der Kölner Eisenwarenmesse. BHB erwartet für 2010 lediglich ein Nullwachstum. Lange Gesichter gab es 2009 nur bei den Spitzenreitern Obi und Praktiker. Der zur Tengelmann-Gruppe zählende Marktführer verlor nach Berechnungen des Dähne-Verlags 3,3 Prozent an Bruttoumsatz, Verfolger Praktiker sogar 6,8 Prozent. Die acht übrigen Baumarktbetreiber der Top 10 bauten ihr Geschäft dagegen aus. HB

Pfandhäuser vergeben mehr Kredite Stuttgart - Die Pfandleihhäuser haben im vergangenen Jahr mehr Kredite vergeben: Der Umfang stieg im Vergleich zu 2008 um 3,5 Prozent auf rund 530 Millionen Euro, wie der Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes (ZdP) am Montag mitteilte. Am häufigsten verpfändeten die Kreditnehmer im vergangenen Jahr Schmuck, wie ZdP-Geschäftsführer Wolfgang Schedl sagte. Im ZdP sind rund 200 Pfandleihhäuser in ganz Deutschland Mitglied. Laut ZdP wuchs das Kreditvolumen, weil immer mehr Deutsche die Einfachheit und Vorzüge des Pfandkredits schätzten. Einen Kredit bekommen Kunden im Pfandleihhaus ohne Einkommensnachweis oder Bonitätsprüfung. Zur Ablösung seines Pfandes hat ein Kunde mindestens vier Monate Zeit. Nach Angaben des Verbandes werden neun von zehn Pfändern auch wieder abgeholt. AFP

Arbeitslosigkeit bleibt stabil

Luxemburg - Trotz der Wirtschaftskrise hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den 16 Euro-Ländern überraschend stabilisiert. Im Januar verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 9,9 Prozent, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Montag mit. Damit bleibt die Quote bereits den dritten Monat in Folge stabil und liegt knapp unter zehn Prozent. „Man sieht eine leichte Entspannung“, sagte ein Statistiker. Dennoch ist die Zahl der Menschen ohne Job weiter auf dem höchsten Stand seit elf Jahren. dpa

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