Wirtschaft : NACHRICHTEN

Lufthansa schreibt rote Zahlen

Frankfurt am Main - Die weltweite Luftfahrtkrise hat die Deutsche Lufthansa erstmals seit sechs Jahren wieder in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich hat Europas größte Fluggesellschaft im vergangenen Jahr einen Verlust von 112 Millionen Euro erwirtschaftet, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr war trotz beginnender Wirtschaftskrise noch ein Gewinn in Höhe von 542 Millionen Euro erzielt worden. Zuletzt hatte die Lufthansa in Folge der Passagierrückgänge nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 im Jahr 2003 Verluste geschrieben. Der Umsatz sank 2009 um rund zehn Prozent auf 22,3 Milliarden Euro. Damit wurde der rasante Umsatzanstieg der vergangenen Jahre, der auch durch Zukäufe im Ausland entstand, vorerst gestoppt. dpa

Tyco-Beschäftigte demonstrieren

Berlin - Die Beschäftigten des Automobilzulieferers Tyco Electronics AMP wollen am heutigen Mittwoch mit einem Autokorso gegen die Schließung des Berliner Standortes protestieren. Das erklärte die IG Metall am Dienstag. Der amerikanische Konzern will 70 Stellen abbauen und 50 in die Schweiz transferieren. Betriebsrat und Belegschaft haben ein Konzept zur Erhaltung des Berliner Standortes erarbeitet, das vor dem Beginn der Demonstration vorgestellt werden soll. mho

Maschinen sind Exportschlager

Berlin - Trotz heftiger Umsatzeinbrüche waren Maschinen im Krisenjahr 2009 der größte deutsche Exportschlager. Ihr Anteil an den Gesamtausfuhren betrug 15,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Knapp dahinter folgten Kraftwagen und -teile mit 14,9 Prozent, die in den vergangenen Jahren noch an erster Stelle gelegen hatten. Drittwichtigstes Exportgut blieben chemische Erzeugnisse mit einem Anteil von 9,1 Prozent. Die drei Vorzeigebranchen litten besonders stark unter der weltweiten Rezession. Die Ausfuhren von Maschinen brachen um 24,1 Prozent ein, die Fahrzeugexporte um 28,9 Prozent. Bei Chemieprodukten gab es einen Rückgang um 19,4 Prozent. Die Gesamtexporte waren um 17,9 Prozent auf 808 Milliarden Euro gesunken. Das war der stärkste Einbruch der Nachkriegszeit. rtr

Chinesen trinken gerne Wein

Hongkong - China ist nach Einschätzung von Fachleuten gerade dabei, sich auf den siebten Platz der Weinkonsumenten weltweit vorzutrinken. Die Volksrepublik sei der größte Markt für den Weinabsatz innerhalb Asiens, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der weltgrößten Weinmesse, der im südfranzösischen Bordeaux ansässigen Vinexpo. Habe China im vergangenen Jahr noch an achter Stelle weltweit gelegen, werde es bis 2013 schätzungsweise 1,26 Milliarden Flaschen Wein konsumieren, knapp ein Drittel mehr als 2009. In der Sonderverwaltungszone Hongkong sei der Absatz binnen vier Jahren um 76 Prozent explodiert, hieß es in der Studie. Zurückzuführen sei der rasant steigende Absatz in Hongkong auf die Abschaffung der Weinsteuer vor zwei Jahren. AFP

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