Wirtschaft : NACHRICHTEN

Löhne sinken erstmals seit 60 Jahren

Wiesbaden - Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik sind im Jahr 2009 die Bruttolöhne gesunken: Der Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer hierzulande schrumpfte um 0,4 Prozent auf rund 27 648 Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Grund seien vor allem die Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden im Krisenjahr 2009. Besonders stark betroffen war laut Statistik das Verarbeitende Gewerbe. AFP

USA zählen schon 52 Toyota-Tote

Washington - Die gefährlichen Defekte bei Toyota sollen noch mehr Menschenleben gekostet haben, als bisher bekannt. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit geht mittlerweile von 52 Todesopfern aus. Bislang war von 34 Toten die Rede. Weltweit hat Toyota 8,5 Millionen Autos wegen diverser Defekte zurückgerufen. Nach Toyota muss nun auch Nissan wegen Problemen mit Bremspedalen und der Tankanzeige über eine halbe Million Autos in die Werkstätten zurückrufen. Wie Nissan am Mittwoch mitteilte, ist von dem Rückruf erneut vor allem der wichtige US-Markt betroffen. dpa

CSU will Solarförderung nachbessern

Berlin/München - Das Bundeskabinett hat am Mittwoch der gesenkten Vergütung für die Betreiber von Solaranlagen zugestimmt. Dagegen kündigte der CSU- Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer unerwartet heftigen Widerstand an. Die von der Bundesregierung angestrebte Fördersenkung um bis zu 16 Prozent sei zu hoch und setze die falschen Schwerpunkte, sagte der CSU-Chef in München. Bayern werde alle Hebel in Bewegung setzen, um Änderungen zu erreichen dpa

Issing warnt vor Inflation

Hamburg - Der Regierungsberater Otmar Issing hat die staatlichen Rettungsprogramme kritisiert. In einem Gastbeitrag für die „Die Zeit“ schreibt der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank: „Für die Überschätzung etwa der Multiplikatorenwirkungen öffentlicher Ausgaben gibt es zunehmend Anzeichen.“ Zudem warnt der Ex-Bundesbanker vor einem Anstieg der Teuerungsraten. „Ignorieren Notenbanken die Wirkungsverzögerungen geldpolitischer Maßnahmen von mehr als ein bis zwei Jahren, besteht die Gefahr, dass sie die Dynamik inflationärer Entwicklungen unterschätzen.“ Tsp

Pierer muss Bußgeld zahlen    

München - Nach der Einigung auf millionenschweren Schadenersatz muss der frühere Siemens-Chef Heinrich von Pierer nun auch ein Bußgeld zahlen. Es gebe einen rechtskräftigen Bußgeldbescheid wegen fahrlässiger Verletzung der Aufsichtspflicht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München am Mittwoch. Pierer habe versäumt, Prüfungen zu veranlassen, als er von unberechtigten Zahlungen erfahren habe. Zur Höhe des Bußgeldes wurden keine Angaben gemacht. dpa

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