Wirtschaft : NACHRICHTEN

Siemens-Arbeiter lassen Geiseln frei

Lyon - Die von Arbeitern in Frankreich festgesetzten zwei Siemens-Manager sind am Dienstag wieder freigekommen, sagte Betriebsrat Georges Boncompain. Die Siemens-Beschäftigten hatten sich seit Montagnachmittag im Werk Saint-Chamond bei Lyon mit dem örtlichen Finanz- und dem Personalchef eingeschlossen und höhere Abfindungszahlungen im Zuge eines geplanten Stellenabbaus gefordert. Siemens will an dem Standort, wo Ausrüstungen für Stahlwerke produziert werden, nach Arbeitnehmerangaben 240 von 600 Arbeitsplätzen streichen. Ein Konzernsprecher hatte zuvor betont, die beiden Manager seien freiwillig dort. rtr

Adidas enttäuscht

Herzogenaurach - Der Sportartikel-Hersteller Adidas kämpft sich nur mühsam aus der Krise. Nach einem überraschend schwachen Jahr 2009 erwartet die weltweite Nummer zwei hinter Branchenprimus Nike trotz der Fußball-Weltmeisterschaft nur eine vergleichsweise schleppende Geschäftserholung. Neben der WM soll eine Wende beim Sorgenkind Reebok im laufenden Jahr dem Konzern auf die Sprünge helfen. „2009 war ohne Frage das schwierigste Jahr in meiner Zeit als Vorstandsvorsitzender“, sagte am Mittwoch Herbert Hainer. Die nächsten Monate dürften schwierig bleiben, prognostizierte er. Der Nettogewinn, der 2009 um 62 Prozent auf 245 Millionen Euro abstürzte, soll zwar in diesem Jahr auf 400 bis 450 Millionen zulegen. rtr

GM wollte an Chinesen verkaufen

Brüssel - General Motors (GM) hat offenbar erfolglos versucht, das vor der Schließung stehende Opel-Werk Antwerpen an den chinesischen Hersteller BYD Auto zu verkaufen. „Der Vorschlag war verlockend“, sagte der Exportchef von BYD Auto, Henri Li, der belgischen Wirtschaftszeitung „L''Echo“ vom Mittwoch. Das Angebot sei gleichwohl „zu früh“ gekommen. „Bevor wir daran denken, lokal zu produzieren, müssen wir unser Verkaufsnetz aufbauen und uns versichern, dass den Europäern unsere Autos gefallen“, sagte Li der Zeitung. GM habe den Vorschlag vor einigen Wochen unterbreitet, hieß es weiter. AFP

Deutsche Bank unterliegt vor Gericht Frankfurt am Main/Stuttgart - Im Rechtsstreit um riskante Zinswetten hat die Deutsche Bank erstmals vor einem Oberlandesgericht (OLG) eine Niederlage einstecken müssen. Das OLG Stuttgart verurteilte die Bank zur Zahlung von mehr als 1,5 Millionen Euro Schadenersatz an ein großes mittelständisches Unternehmen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte (Az.: 9 U 164/08). Nach Ansicht des OLG handelt es sich bei sogenannten Zinsswaps um „eine Art von Glücksspiel, das der Kunde mit seiner pauschalen Zinsmeinung gegen die Bank mit ihren hoch entwickelten Rechenmodellen“ spiele. Dies sei von der Bank verschwiegen worden. dpa

Quelle-Katalog zeigt nur Küchen

Nürnberg - Auch nach der Pleite des Versandhauses Quelle erscheint in diesem Jahr ein Quelle-Katalog – jedoch in abgespeckter Version und ausschließlich mit Kücheneinrichtungen: Die frühere Quelle-Tochter Küchen-Quelle versende derzeit ihren Katalog und habe bereits 100 000 von insgesamt 600 000 Exemplaren ausgeliefert, teilte der Küchen-Ausstatter am Mittwoch mit. Küchen-Quelle war nach der Insolvenz von Quelle im November von einer Investorengruppe übernommen worden. AFP

Käufer verhandeln über A400M

Berlin - Im Dauerstreit um die Finanzierung des Airbus-Militärtransporters A400M gibt es am Freitag eine neue Verhandlungsrunde. In Berlin kommen dann Staatssekretäre aus den sieben Käuferländern zusammen, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der A400M ist Europas wichtigstes Rüstungsprojekt, an dem etwa 40 000 Jobs hängen. dpa

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