Wirtschaft : NACHRICHTEN

Lego steigert Gewinn um zwei Drittel

Billund - Der dänische Spielwarenkonzern Lego hat das beste Jahr seiner Geschichte hinter sich. Das Unternehmen steigerte den Nettoertrag um 63 Prozent auf 2,2 Milliarden Kronen (296 Millionen Euro). Auch beim Umsatz legte Lego um 22,4 Prozent auf 11,7 Milliarden Kronen zu. Man habe den globalen Marktanteil bei Spielwaren auf 4,8 Prozent ausgebaut, erklärte Lego am Donnerstag. Der Hersteller besinnt sich nach einer Krisenphase wieder stärker auf seine klassischen Basisprodukte. 2009 sorgten vor allem die Produktlinien City und Star Wars für Umsatzschub. dpa/AFP

„Xynthia“ kostet Allianz viel Geld

München - Der Wintersturm „Xynthia“ kommt die Allianz teuer zu stehen. Europas größter Versicherer werde 100 bis maximal 300 Millionen Euro an Schäden tragen müssen, teilte die Rückversicherungssparte der Allianz am Donnerstag mit. Die insgesamt versicherten Schäden dürften sich auf einen „tiefen einstelligen Milliardenbetrag“ summieren. Das deckt sich mit Zahlen von AIR Worldwide, einem Unternehmen für Risikoschätzungen, das die Assekuranzen mit 1,5 bis drei Milliarden Euro konfrontiert sieht. „Xynthia“ gehört damit zu den stärksten Stürmen der vergangenen 20 Jahre in Europa. Auch bei anderen Versicherern wie Wüstenrot & Württembergische und Provinzial Rheinland hat „Xynthia“ für Rekordschäden gesorgt. rtr

Chemiebranche erholt sich langsam

Frankfurt am Main - Nach der stärksten Talfahrt seit über 30 Jahren geht es für die deutsche Chemiebranche nur sehr langsam wieder bergauf. In den zurückliegenden Monaten habe sich die Lage der Unternehmen zwar leicht entspannt, erklärte der Branchenverband VCI am Donnerstag. Von einer echten Erholung ist Deutschlands viertgrößter Industriezweig aber noch weit entfernt. „Wir erwarten nicht, dass es 2010 zu einer deutlichen Belebung kommen wird“, sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann. Die Chemie gilt als Konjunkturbarometer, da sie nahezu alle Branchen beliefert. Im Jahr 2009 ging die deutsche Chemieproduktion um 10,1 Prozent zurück, der Umsatz brach um 13,5 Prozent auf 152,7 Milliarden Euro ein. rtr

Bafin erschwert Leerverkäufe

Bonn - Die Finanzaufsicht Bafin will riskante Spekulationsgeschäfte mit den Aktien deutscher Finanz- und Versicherungskonzerne besser überwachen und so Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems frühzeitig abwehren können. Sogenannte Leerverkäufe für die Aktien von zehn deutschen Finanzunternehmen sind ab 25. März meldepflichtig, wie die Bafin am Donnerstag mitteilte. Bei Leerverkäufen wetten Spekulanten auf fallende Aktienkurse. Sie müssen nun Leerverkäufe ab einer Schwelle von 0,2 Prozent der ausgegebenen Aktien der Bafin mitteilen und ab 0,5 Prozent anonymisiert auf der Website der Behörde veröffentlichen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am Mittwoch ein Eckpunktepapier vorgestellt, wonach er ungedeckte Leerverkäufe verbieten will. AFP

Delta Lloyd zieht sich zurück

Amsterdam/Frankfurt am Main - Wenige Monate nach dem Gang an die Börse zieht sich der niederländische Versicherer Delta Lloyd vom deutschen Markt zurück. Er kündigte am Donnerstag an, das Neugeschäft ab sofort einzustellen und nur die vorhandenen 580 000 Policen seiner 300 000 Kunden abzuwickeln. Dazu braucht der Wiesbadener Versicherer nicht einmal ein Drittel der derzeit rund 620 Beschäftigten. Delta-Lloyd-Vorstandschef Niek Hoek begründete den Schritt mit großem Wettbewerbsdruck in Deutschland. Das Risiko geringer Renditen liege fast ganz beim Anbieter. rtr

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