Wirtschaft : NACHRICHTEN

EU schützt Ärzte und Schwestern

Brüssel - Die EU will Ärzte und Krankenschwestern besser vor Verletzungen durch Nadeln und Spritzen schützen. Die Arbeitsminister der EU einigten sich am Montag in Brüssel auf eine Richtlinie für die 3,5 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Sie erhalten künftig Schulungen, kostenlose Impfungen und müssen sich an neue Regeln halten. Zum Beispiel wird ihnen verboten, auf gebrauchte Nadeln vor dem Wegwerfen wieder die Schutzkappen aufzusetzen. Nach Angaben der EU-Kommission verletzten sich jedes Jahr europaweit etwa eine Million Mediziner an spitzen Instrumenten wie Skalpellen oder Nadeln. dpa

Sparkassen starten Beipackzettel

Berlin - Nach den Privatbanken haben jetzt auch Sparkassen, Volksbanken und öffentliche Banken ein einheitliches Muster für Produktinformationen bei Geldanlagen vorgestellt. Der neue Standard werde von den rund 1700 Instituten der drei Gruppen schrittweise für alle Anlageprodukte eingeführt, teilten die Verbände BVR, VÖB und DSGV am Montag mit. Der zweiseitige „Beipackzettel“ enthält unter anderem Angaben zu Anlagestrategie, Risiken, Renditechancen und Kosten des Produkts sowie Szenarien zu Marktentwicklungen. dpa

Elektroindustrie erholt sich

Frankfurt am Main - Die deutsche Elektroindustrie ist nach dramatischen Einbrüchen im Krisenjahr 2009 gut ins neue Jahr gestartet. 2010 begann mit einem deutlichen Plus bei den Auftragseingängen, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Montag mitteilte. Die Ordereingänge lagen demnach im Januar um zehn Prozent über dem Vorjahresmonat und um vier Prozent über dem Wert vom Dezember. Besonders das Auslandsgeschäft gewann mit einem Auftragsplus von 14 Prozent an Fahrt. Im Inland wurde auf Jahressicht ein Plus von sieben Prozent erzielt. „Damit hat sich die Ordertätigkeit, ausgehend allerdings von einem sehr niedrigen Niveau, kräftig erholt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. dpa

Auch Russland wrackt ab

Moskau - Mit einer Abwrackprämie will Russland die Autoindustrie ankurbeln. Wer sein mindestens zehn Jahre altes Fahrzeug verschrotten lässt, erhält bis zum 1. November 2010 einen Gutschein in Höhe von umgerechnet 1200 Euro für den Kauf eines Neuwagens. Der Zuschuss darf allerdings nur für ein in Russland hergestelltes Auto verwendet werden. Zudem muss das alte Fahrzeug bereits seit mindestens einem Jahr auf den Besitzer angemeldet sein. Bis November rechnen die Behörden mit 200 000 Neukäufen. Insgesamt sind im Haushalt umgerechnet rund 270 Millionen Euro eingeplant. Schätzungen zufolge könnten sich in Russland etwa 14 Millionen Autofahrer die Prämie sichern. dpa

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