Wirtschaft : NACHRICHTEN

Zeitarbeiter bekommen Mindestlohn

Berlin - Die Tarifparteien haben für die Leiharbeitsbranche neue Mindestlöhne vereinbart. Im Westen steigen sie in einem Stufenplan von 7,38 Euro bis November 2012 auf 8,19 Euro, im Osten geht es im gleichen Zeitraum von heute 6,42 Euro auf 7,50 Euro. Für andere Entgeltgruppen gibt es mehrere Erhöhungen bis November 2012, etwa in diesem und im nächsten Jahr um je 2,5 Prozent. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Oktober 2013, was die Arbeitgeber begrüßen. Tsp

Industrie verkauft wieder mehr

Wiesbaden - Zum ersten Mal seit der Verschärfung der Finanzkrise vor anderthalb Jahren ist im Januar der bereinigte Umsatz des verarbeitenden Gewerbes wieder gestiegen. Der um Saison- und Arbeitstageinflüsse bereinigte Index lag im Januar 2010 um 2,6 Prozent über dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Den letzten Anstieg hatte es im September 2008 gegeben. Vor allem das Geschäft mit ausländischen Kunden hat sich verbessert, im Inland gab es ein Plus auf niedrigem Niveau. dpa

Chemie-Arbeiter wollen mehr Geld

Hannover - Die 600 000 Beschäftigten der chemischen Industrie wollen sich anders als Metaller und öffentlicher Dienst nicht mit kleinen Lohnaufschlägen zufrieden geben. „Wir sehen Metall und öffentlichen Dienst nicht als Vorlage an“, sagte Peter Hausmann, Tarifexperte der Gewerkschaft IG BCE. In diesem Jahr sei eine „angemessene Lohnerhöhung“ fällig. Die Verhandlungen beginnen kommenden Dienstag. Die Arbeitgeber fordern eine Nullrunde. „Gegenüber anderen Branchen haben wir in der chemischen Industrie ein bunteres Bild mit fröhlichen Sprengseln“, sagte Hausmann. So hätten einige Firmen gut verdient. Allerdings gebe es auch Firmen, für die 2009 schwierig gewesen sei – weshalb die Gewerkschaft „differenzierte“ Entgelterhöhungen anstrebt. dpa

Deutschland hat mehr Öl als gedacht Hannover - Deutschland verfügt über größere Erdölreserven als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover. Danach lagen die Erdölreserven zum Jahreswechsel bei 41,1 Millionen Tonnen und damit um 7,1 Millionen Tonnen über dem Ergebnis des Vorjahres (plus 20,9 Prozent). Der Anstieg beruht größtenteils auf einem 2003 entdeckten Erdölvorkommen unter der Stadt Speyer, das durch weitere Bohrungen nun bestätigt worden ist.    Das meiste Öl liegt im Norddeutschen Becken in Schleswig-Holstein (51 Prozent) und Niedersachsen (29 Prozent). Insgesamt wurden 2009 in Deutschland 2,8 Millionen Tonnen Öl gefördert, acht Prozent weniger als 2008. rtr

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