Wirtschaft :  NACHRICHTEN 

Soziale Dienste und Immobilienwirtschaft kooperieren

Pflegeeinrichtungen und Immobilienwirtschaft planen eine engere Zusammenarbeit. 80 Prozent der Senioren wollten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben, und die Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen steige stark an, resümierten der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) zum Abschluss ihrer Fachtagung vergangene Woche in Berlin. Notwendig seien ein barrierearmes, altersgerechtes Wohnumfeld mit jederzeit abrufbaren Serviceleistungen wie ambulanten Pflegediensten oder „Essen auf Rädern“. Entsprechende Angebote sollen nun entwickelt werden. KNA

Vertragsentwürfe oft mangelhaft

Vertragsentwürfe für schlüsselfertige Häuser sollten Kaufinteressenten sorgfältig prüfen. Oft entsprechen die darin beschriebenen Leistungen nicht den gesetzlich geforderten Normen oder sind irreführend. Darauf weist der Verband Privater Bauherren in Berlin hin. In zwei Dritteln aller Fälle seien die Angebote unvollständig, und in der Hälfte der Fälle würden wichtige Planungsleistungen nicht erwähnt. Immer wieder fallen Bauherren auf solche Verträge herein und müssen später erheblich nachzahlen, so der Verband. Denn nur, was im Vertrag steht, muss der Anbieter schlüsselfertiger Häuser später auch bauen. Deshalb rät der Verband, Bauverträge vor dem Unterschreiben von unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. dpa

Lebenspartner mit Eigenheim

Besitzt ein Partner einer Lebensgemeinschaft eine Immobilie und wird er im Alter zum Pflegefall, kann das Wohnen in der Immobilie für den Lebensgefährten ein jähes Ende finden. Denn der Betreuer kann vom Mitbewohner den Auszug verlangen, wenn der Betreute dort selbst nicht mehr wohnt, etwa in einem Pflegeheim untergebracht wird. Wer hier sicher sein will, muss nicht den Weg zum Standesamt antreten. Allerdings nützt auch ein Testament nicht, da es erst greift, wenn der Erblasser stirbt. Helfen kann jedoch eine notariell bewilligte Eintragung im Grundbuch der Immobilie. „Wird für den Partner ein Mitwohnrecht oder ein Wohnungsrecht aufschiebend bedingt für den Fall des Umzugs des Eigentümers in ein Pflegeheim bestellt, ist er gegen ein Räumungsverlangen des Betreuers geschützt“, erklärt Notar Dirk Solveen von der Rheinischen Notarkammer. Auch für den Fall der Trennung sollte vorgesorgt werden. Dann hat der Eigentümer ein Interesse daran, dass das für den Ex-Partner eingetragene Recht wieder im Grundbuch gelöscht wird. Hier kann in notarieller Form vereinbart werden, dass bei Trennung das Wohnungsrecht erlöschen soll. mid

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