Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Chinesen kaufen in Argentinien zu

Peking - Der chinesische Ölkonzern CNOOC nimmt 3,1 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) in die Hand, um sich in großem Stil in Lateinamerika einzukaufen. CNOOC übernehme die Hälfte an dem argentinischen Ölunternehmen Bridas, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Bridas ist im Öl- und Erdgas-Geschäft in Argentinien, Bolivien und Chile aktiv. Die Bildung des Gemeinschaftsunternehmens müsse unter anderem noch von den chinesischen Behörden gebilligt werden, hieß es. Der Staatskonzern CNOOC verfolgt angesichts des großen chinesischen Bedarfs an Öl und Gas auf breiter Front Zukäufe im Ausland. So will das Unternehmen mit Partnern unter anderem Erdöl im Irak und in Uganda fördern. dpa

Bundesbank gibt kein Gold her

Berlin - Die Bundesbank will ihre Goldreserven nicht für einen Europäischen Währungsfonds zur Verfügung stellen. Sollte die Bundesregierung den Fonds zur Stützung hoch verschuldeter Euro-Länder auch mit Gold absichern wollen, würde die Bundesbank entschiedenen Widerstand leisten, sagte eine Sprecherin des Instituts am Wochenende. Der Vorstand der Bundesbank entscheide über die Verwendung der Goldreserven völlig autonom. Weder die Bundesregierung noch die Europäische Zentralbank hätten auf die Verwendung der nationalen Goldreserven ein Zugriffsrecht. Derartige Pläne seien ihr derzeit allerdings auch nicht bekannt. rtr

Bei vielen großen Firmen klemmt es

Frankfurt am Main - Zahlreiche große Unternehmen in Europa und den USA sehen sich einer Studie zufolge von einer zunehmend restriktiven Kreditvergabe der Banken betroffen. Zwei von drei befragten Firmen hätten deshalb im vergangenen Jahr Investitionen verringert oder ganz gestrichen, berichtete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG am Sonntag. Ebenso viele erwarteten, dass sich dieser Trend wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwei Jahren fortsetzen werde. An der Untersuchung nahmen 350 Finanzverantwortliche großer europäischer und US-amerikanischer Unternehmen teil. Ebenfalls zwei Drittel der Unternehmen befürchten demnach, dass ihre Kunden in diesem Jahr noch stärker auf eine Verlängerung von Zahlungsfristen dringen und sich ihre Liquiditätslage dadurch verschärft. rtr

Warner zeigt erneut Interesse an Emi

London - Der britische Musikkonzern Emi ist angeblich wieder ins Blickfeld des Konkurrenten Warner Music gerückt. Der amerikanische Rivale habe sich mit dem US-Finanzinvestor KKR zusammengetan, um ein eventuelles Gebot für die Briten vorzubereiten, berichtet die „Sunday Times“. Demnach ist Warner Music an dem Geschäft mit Aufnahme und Vertrieb von Musik interessiert und KKR an der Musikrechtesparte. Emi, wo Künstler wie Robbie Williams und Coldplay unter Vertrag stehen, gehört dem Investor Terra Firma. Da Emi aber immer mehr Verluste anhäuft, wurde zuletzt über einen Verkauf spekuliert. Warner hegt seit Jahren Interesse an Emi, die Pläne wurden aber mehrfach verworfen. dpa

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