Wirtschaft : NACHRICHTEN

US-Industrie leidet unter Kälte

Washington - Schnee und Frost haben die amerikanische Industrie im Februar belastet. Sie drosselte ihre Produktion um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte die Notenbank mit. Im Januar hatte es noch einen Anstieg von 0,9 Prozent gegeben. Ein Grund für den Rückgang war der harte Winter, der Teile des Landes zeitweise lahmlegte. Das verarbeitende Gewerbe insgesamt produzierte 0,1 Prozent mehr. Dazu trug die höhere Energieerzeugung bei, die um 0,5 Prozent anzog. Im Bergbau gab es ein Plus von zwei Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Unternehmen lag im Februar bei 72,7 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Dezember 2008. rtr

Ausland investiert weniger in USA

Washington - Ausländische Investoren haben im Januar Kapital aus den USA abgezogen. Netto verbuchte die größte Volkswirtschaft der Welt einen Abfluss von 33,4 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Im Dezember hatte es noch einen Zufluss von revidiert 53,6 Milliarden Dollar gegeben. Bei den langfristigen Investitionen ergab sich im Januar ein Plus von 19,1 Milliarden Dollar. Im Dezember waren es plus 63,3 Milliarden Dollar. Die Kapitaldaten gelten als Indikator für das Interesse ausländischer Anleger an US-Wertpapieren. rtr

IWH erwartet Konjunkturerholung

Berlin - Trotz einer Schwächephase zu Jahresbeginn wird die deutsche Wirtschaft nach einer Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) nicht aus dem Tritt geraten. „Die Stagnation im Winterhalbjahr wird die konjunkturelle Erholung insgesamt nicht gefährden“, heißt es in der neuen IWH-Vorhersage vom Montag. Bereits im Frühjahr sei mit erheblichen Nachholeffekten zu rechnen: Sowohl für dieses als auch nächstes Jahr rechnen die Forscher damit, dass die Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent zulegen wird. Das Institut geht zudem davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen 2010 nur leicht um rund 115 000 auf 3,537 Millionen steigen wird. Für das kommende Jahr wird im Schnitt mit 3,739 Millionen Arbeitslosen gerechnet. rtr

Spanische Banken kriegen Probleme

Madrid - Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Bewertung der spanischen Banken angesichts der Wirtschaftskrise in dem Land um eine Note herabgestuft. Grund sei der zu erwartende Anstieg der Kreditausfälle wegen der hohen Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten, teilte S&P mit. Die Agentur machte in diesem Zusammenhang auf die große Abhängigkeit der spanischen Wirtschaft vom krisengeschüttelten Immobiliensektor aufmerksam. dpa

Krise verursacht Milliardenkosten

Frankfurt am Main – Die Krise wird sich mittelfristig erheblich auf die Produktion in Deutschland auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt das Münchener Ifo-Institutes in einer bislang unveröffentlichten Studie. Das Niveau des Produktionspotenzials dürfte aufgrund der Krise von 2007 bis 2009 insgesamt um 2,3 Prozent gesunken sein. Die Autoren ermitteln daraus die Kosten der Finanzkrise für Deutschland: Das jährliche Produktionsvolumen liege mittelfristig um 130 Milliarden Euro niedriger als ohne Finanzkrise. Verglichen mit einer hypothetischen Welt ohne Finanzkrise müsse jeder Bundesbürger mittelfristig eine Einkommenseinbuße von 1570 Euro pro Jahr hinnehmen. HB

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