Wirtschaft : NACHRICHTEN

Frankreich legt nach

Berlin/Paris - Die französische Regierung hat im Streit um die deutsche Exportlastigkeit nachgelegt. Wirtschaftsministerin Christine Lagarde forderte am Mittwoch im Rundfunksender RTL Deutschland auf, seine Exportabhängigkeit zu vermindern. Deutschland könne seine Steuern senken und so die Binnennachfrage ankurbeln, sagte sie. In die gleiche Kerbe hieb IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in Brüssel. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wies die Kritik im Bundestag zurück: „Dort, wo wir stark sind, werden wir unsere Stärken nicht aufgeben.“ Die Kanzlerin versicherte vielmehr, ihre Regierung strebe an, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands weiter nach vorne zu bringen. Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Pfaffenbach äußerte sich befremdet über die Angriffe. “Es ist verwunderlich, wenn eine Stärke, die nicht auf Interventionen des Staates, Beihilfen oder Subventionen basiert, kritisiert wird“, sagte er. rtr

Rewe setzt gut 50 Milliarden Euro um

Köln - Die Kölner Handelsgruppe Rewe hat im vergangenen Jahr erstmals einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden Euro erzielt. Im Vergleich zu 2008 stieg er um 2,7 Prozent auf 50,9 Milliarden Euro. Auf Konzernebene – also ohne die angeschlossenen selbstständigen Händler und Beteiligungen – stieg der Umsatz um 4,8 Prozent auf 37,4 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen (Ebita) wird voraussichtlich über dem Vorjahreswert von 708 Millionen Euro liegen. Die genaue Zahl soll bei der Bilanzvorlage im Juni bekannt gegeben werden. dpa

Öl-Staaten halten Förderquoten

Wien - Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) lässt ihre Förderquoten unverändert. Dies hätten die Ölminister der zwölf Opec-Länder bei ihrem Frühlingstreffen am Mittwoch in Wien beschlossen, bestätigte der algerische Energieminister Chakib Khelil. Mit der Entscheidung entsprach das Kartell den Markterwartungen. Die Opec hatte Ende 2008 zwei Mal die Fördermenge um insgesamt 4,2 Millionen Barrel auf 24,84 Millionen Barrel am Tag (je 159 Liter) gesenkt. Seither wurde die Quote nicht mehr verändert. Diese Entscheidung habe zu stabilen Preisen geführt, sagte der Präsident der 156. Opec-Konferenz, der ecuadorianische Ölminister Germánico Alfredo Pinto Troya, zuvor in seiner Eröffnungsrede. dpa

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