Wirtschaft : NACHRICHTEN

Dachdecker bekommen Mindestlohn

Berlin - Die rund 84 000 Dachdecker in Deutschland haben ab Freitag Anspruch auf einen neuen Mindestlohn. Nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger tritt die entsprechende Verordnung nun in Kraft, wie Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag mitteilte. Der Mindestlohn beträgt 10,60 Euro die Stunde und steigt 2011 auf 10,80 Euro. In der Dachdeckerbranche war die Mindestlohnverordnung Ende Dezember ausgelaufen. Die neue läuft nun bis Ende 2011. AFP

Erster Entwicklungsfonds aufgelegt

Berlin - Die KD-Bank für Kirche und Diakonie und die GLS-Bank haben erstmals einen Fonds aufgelegt, der nach entwicklungspolitischen Kriterien ausgerichtet ist. Der Fonds soll Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung der Finanzmärkte geben und Unternehmen zu einem sozialverantwortlichen Verhalten bewegen. Nach Angaben der Banken hat der Fonds bereits 30 Millionen Euro eingenommen und ist in der Vorzeichnungsphase zweieinhalbfach überzeichnet worden. Der Fonds besteht zu 70 Prozent aus festverzinslichen Wertpapieren, 20 Prozent Aktien und zehn Prozent Mikrokreditfonds. epd

Wachovia büßt für Geldwäsche

Miami - Eine laxe Kontrolle von Geldern aus Mexiko kommt die US-Bank Wachovia teuer zu stehen. Sie zahlt 160 Millionen Dollar, um weitere Ermittlungen wegen der Wäsche von Drogengeldern abzuwenden. Darauf hat sich Wachovia am Mittwoch mit den US-Behörden geeinigt. Wachovia räumte ein, zwischen 2004 und 2007 aus mexikanischen Wechselstuben erhaltene Summen nur unzureichend auf deren Herkunft geprüft zu haben. Mindestens 110 Millionen Dollar aus kriminellen Geschäften wurden nach Ansicht eines Bezirksgerichts auf diese Art gewaschen. Das Kreditinstitut hat bereits Rückstellungen für die abzusehende Millionenstrafe gebildet. dpa

Richter kippen befristete Verträge

Erfurt/Nürnberg - Das Bundesarbeitsgericht hat einige tausend befristete Verträge von Angestellten der Bundesarbeitsagentur für rechtswidrig erklärt. Die Bundesrichter begründeten ihre Entscheidung am Donnerstag damit, dass die Bundesagentur für Arbeit bei den Verträgen aus dem Jahr 2005 gegen Regelungen im Teilzeit- und Befristungsgesetz verstoßen habe (7 AZR 843/08). Gegen die Befristung haben nach Angaben einer Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg weniger als 300 der betroffenen Arbeitnehmer geklagt. Nach der Entscheidung würden die Kläger nun so gestellt, als hätte es keine befristeten Arbeitsverhältnisse gegeben. Sie hätten damit Anspruch auf Gehaltsnachzahlungen.    dpa

Schifffahrtsbranche bekommt Hilfe

Berlin - Landespolitiker haben mehr staatliche Hilfe für die Schiffsbranche gefordert. Am Donnerstag berieten sich Vertreter von Bundesministerien, norddeutschen Küstenländern, Reedereien, Werften und anderen Firmen auf dem Krisengipfel zur angespannten Lage in der Schifffahrtsbranche. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Handeln auf. Es gehe dabei auch um die entscheidende industriepolitische Frage, ob es in Zukunft in Deutschland noch Schiffbau geben werde oder nicht, sagte Sellering im NDR. „Das muss die Kanzlerin entscheiden, und zwar bald.“ Die Schifffahrtsbranche in Deutschland leidet massiv unter den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Experten bezeichnen die Lage als ernst. AFP

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