Wirtschaft : NACHRICHTEN

Wo Frauen fast genauso viel verdienen wie Männer

Fast ein Viertel weniger verdienen Frauen im Vergleich zu Männern. Genau 23,2 Prozent macht der Gehaltsunterschied im Schnitt aus, wie das Statistische Bundesamt für das Jahr 2008 errechnet hat. Bei Kollegen gleichen Alters und gleicher Qualifikation bekommen Männer 12 Prozent mehr als Frauen, ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Auf diese Ungerechtigkeit soll der Equal Pay Day am 23. März hinweisen. Am ehesten verdienen Frauen so viel wie Männer, wenn sie als Selbstständige und Beamten arbeiten, sagt Waltraud Cornelißen vom Deutschen Jugendinstitut in München. Bei Selbstständigen gebe es niemanden, der diskriminiert. Und bei Beamten würden Mechanismen, die zu Lohndiskriminierungen führen, eher außer Kraft gesetzt. dpa

Studie: Studium zahlt sich

finanziell klar aus

Die Investition in ein Studium zahlt sich einer neuen Studie zufolge klar aus. Die so genannte Bildungsrendite, also die Verzinsung des während des Studiums entgangenen Einkommens durch höhere Verdienste im Berufsleben, liegt bei jährlich 7,5 Prozent, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mitteilt. Durch ein kürzeres Studium können sich die Verzinsung und auch die Einnahmen des Staates weiter erhöhen. Sinkt die durchschnittliche Dauer von sechs auf fünf Jahre, klettert die Rendite laut IW auf 8,6 Prozent. Durch die höheren Steuer- und Abgabenzahlungen nehme die öffentliche Hand je Akademiker 11 700 Euro zusätzlich ein. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erklärte, die Zahlen zeigten eindrucksvoll, dass sich Bildung auszahle. AFP

Umfrage: Jeder dritte verzichtet

für Jobgarantie auf Gehaltszuwachs

Knapp ein Drittel der Arbeitnehmer würde einer Studie zufolge 2010 auf einen Einkommenszuwachs verzichten, wenn dadurch ihr Job für mindestens ein Jahr gesichert wäre. Jeder zehnte wäre bereit, für eine Beschäftigungsgarantie bis zu zehn Prozent Einbußen bei gleicher Arbeitszeit hinzunehmen, ergab eine repräsentativen Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Rund 14 Prozent der Befragten würden sich mit einem niedrigeren Verdienst begnügen, wenn sie dafür entsprechend weniger arbeiten müssten. 18 Prozent wären zu keinem Einkommensverzicht bereit. Für die Studie befragte das IW in der letzten Februarwoche 1000 Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren. dpa

Arbeitsmarktforscher: Ich-AG

war ein Erfolgsmodell

Die lange umstrittene „Ich-AG“ hat sich nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern rückblickend als Erfolgsmodell erwiesen. Ebenso wie das Überbrückungsgeld sei damit vielen Arbeitslosen eine tragfähige Brücke in die Selbstständigkeit gebaut worden. Andere hätten nach vorübergehender Selbstständigkeit zumindest wieder einen regulären Job in einem Unternehmen gefunden, berichteten Fachleute in der neuesten Ausgabe der in Nürnberg erscheinenden Zeitschrift „Arbeitsmarktforschung“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die meisten arbeitslosen Existenzgründer, die sich mit finanzieller Hilfe der Arbeitsagenturen in einer Ich-AG selbstständig gemacht hatten, seien auch knapp fünf Jahr danach noch ihr eigener Chef, betonen die drei Autoren der Studie. dpa

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