Wirtschaft : NACHRICHTEN

Streik bei Lufthansa vom Tisch

Frankfurt am Main - Die Streikandrohung der Piloten bei der Lufthansa ist nach Unternehmensangaben vom Tisch. Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hätten sich auf eine Schlichtung verständigt, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Piloten hatten bis zuletzt mit einem viertägigen Streik vom 13. bis 16. April gedroht. Lufthansa sei in den vergangen beiden Tagen auf die Gewerkschaft zugegangen, hieß es. Man habe eine Schlichtungsvereinbarung unterschrieben, obwohl zuvor die offizielle Absage des Streiks zur Vorbedingung gemacht worden war. Kernpunkt des Tarifkonflikts ist neben der Bezahlung von rund 4500 Piloten ihre Mitsprache im Unternehmen. dpa

IWF: Transaktionssteuer chancenlos

Berlin/Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält die Pläne der G20-Staaten zur Einführung einer weltweiten Finanztransaktionssteuer für aussichtslos. In einer Studie für die großen Industrie- und Schwellenländer kommt der IWF zu dem Ergebnis, dass die Besteuerung von Finanzprodukten mit erheblichen Umsetzungsproblemen verbunden sei. In Kreisen des Fonds und der Bundesregierung hieß es, dass der Fonds den G20-Staaten daher von der Einführung einer Finanztransaktionssteuer abrate. Bei einer Bankenabgabe, die an die Besteuerung von Finanzinstituten anknüpft, sehe der Fonds dagegen weniger Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Der Währungsfonds will die Studie beim Treffen der G20-Finanzminister übernächste Woche in Washington vorstellen. Sie gilt als wegweisend für die Debatte zur weiteren Finanzmarktregulierung. HB

Griechenland muss Banken retten

Athen/Berlin - Griechenlands Banken brauchen Geld von der Regierung. Die wegen der Schuldenkrise belasteten Institute hätten um 17 Milliarden Euro aus dem seit 2008 bestehenden staatlichen Rettungsfonds gebeten, sagte Finanzminister Giorgos Papakonstantinou am Mittwoch. Die Regierung berate mit der Zentralbank darüber, wie die Mittel verteilt werden sollten. Auch wegen der Bankenkrise verlangten Anleger für griechische Staatspapiere so hohe Risikoprämien wie nie zuvor: Der Renditeunterschied zwischen zehnjährigen Papieren aus Griechenland und Deutschland kletterte den zweiten Tag in Folge auf einen Rekord, diesmal bis auf 412 Basispunkte. rtr

Germania darf Piloten nicht feuern

Berlin - Die Fluggesellschaft Germania muss einen Piloten weiterbeschäftigen, dem sie zuvor offenbar gekündigt hatte, um ihn für seine Gewerkschaftsaktivitäten zu bestrafen. Wie das Arbeitsgericht Berlin mitteilte, hat es Germania dazu am Mittwoch im Wege der einstweiligen Verfügung verpflichtet. Die Kündigung sei allein wegen einer gewerkschaftlichen Tätigkeit des Piloten erfolgt und daher unwirksam, teilte das Gericht mit. AFP

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