Wirtschaft : NACHRICHTEN

Schifffahrt erholt sich nur langsam

Wiesbaden/Berlin - Die Wirtschaftskrise hat die Binnenschifffahrt in Deutschland auf das Niveau der 60er Jahre zurückgeworfen. 204,5 Millionen Tonnen Baustoffe, Öl, Nahrungsmittel und Metalle beförderten Schiffe und Lastkähne im vergangenen Jahr auf Deutschlands Flüssen und Kanälen. Das ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch der niedrigste Wert seit 1964: Damals lag die Beförderungsmenge – inklusive der Zahlen der DDR – bei 195,8 Millionen Tonnen. Im Vergleich zu 2008 verringerte sich die Menge im vergangenen Jahr um 16,8 Prozent. Die weltweite Containerschifffahrt erholt sich nach ihrem drastischen Einbruch im Jahr 2008 nur langsam. Es werde noch etwa zwei Jahre dauern, bis wieder ein weltweites Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage erreicht werden könne, teilte die Deutsche Shipping, die Schiffskreditsparte der Deutschen Bank, mit. Ein weiteres Absinken der Fracht- und Charterraten erwarte die Bank aber nicht. dpa

Deutsche fahren mehr Bus und Bahn

Wiesbaden - In Deutschland sind 2009 mehr Passagiere Bus und Bahn gefahren. 10,7 Milliarden Fahrgäste nutzten 2009 den Linienverkehr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das waren mehr als 29 Millionen Fahrten pro Tag und 1,1 Prozent mehr als 2008. Damit setzte sich der leichte Zuwachs der vergangenen Jahre fort. Der größte Teil der Fahrgäste entfiel auf den Nahverkehr: Ihn nutzten 10,5 Milliarden Fahrgäste, ein Plus von 1,1 Prozent. Berlin steht allein für zwölf Prozent aller Fahrgäste von Bussen und Bahnen. 2009 nutzten hier wegen der S-Bahn-Krise deutlich mehr Menschen Busse, Straßen- und U-Bahnen. In den anderen Ländern zusammen stieg die Zahl der Fahrgäste in Straßen- und U-Bahnen weniger stark. AFP

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