Wirtschaft : NACHRICHTEN

Notfallplan für Griechenland steht

Brüssel - Der milliardenschwere Notfallplan für das hoch verschuldete Griechenland steht. Nach einer Einigung auf Expertenebene wollen die Finanzminister des Eurogebiets am Sonntag in einer Videokonferenz das Ergebnis politisch besiegeln. Nach Informationen aus Delegationskreisen gibt es eine Einigung auf Zinshöhe und Kreditumfang. Nach Angaben des staatlichen griechischen Rundfunks und des Fernsehens soll es bei den Kredithilfen um 20 bis 25 Milliarden Euro, kombinierte Gelder der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF), mit längerer Laufzeit gehen – zu einem Zinssatz von 5,1 Prozent. Das wäre wesentlich niedriger als der bisherige Zinssatz, den Athen für Anleihen an den Finanzmärkten aufbringen musste. Die Schuldenkrise Griechenlands hatte sich in den vergangenen Tagen zugespitzt, so waren die Risikoprämien für Staatsanleihen auf Rekordhöhe gestiegen. dpa

Sichere Jobs bei SAP bis Ende 2014

Walldorf - Die Arbeitsplätze der Entwickler bei Europas größtem Softwarekonzern SAP in Deutschland sind bis Ende 2014 sicher. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung habe das Management mit dem Betriebsrat getroffen, sagte ein SAP-Sprecher am Samstag und bestätigte einen Bericht der „Wirtschaftswoche“. Die Beschäftigungsgarantie gilt nach Unternehmensangaben für mehrere tausend Mitarbeiter. Hintergrund ist ein Umbau der Entwicklungsabteilung, durch den die Arbeitsabläufe bei dem Weltmarktführer für Unternehmenssoftware schneller werden sollen. dpa

Mehr Rechte für Bahn-Kunden

Braunschweig/Berlin - Nach einer Serie von Zugausfällen bei der Bahn will die Koalition die Rechte der Fahrgäste stärken. So sollten Bahnkunden bei Zugausfällen besser über Alternativrouten informiert werden, um Wartezeiten zu vermeiden, sagte der Unions-Verkehrsexperte Dirk Fischer der „Braunschweiger Zeitung“. Zudem müssten die Bahnbetreiber ausreichende Ersatzfahrzeuge bereitstellen können. Entsprechende Forderungen haben die Koalitionsfraktionen von Union und FDP in einem Antrag zusammengefasst, der demnächst im Bundestag beraten werden soll. Anlass des Vorstoßes sind häufige Ausfälle von ICE-Zügen in den vergangenen Monaten und das Berliner S-Bahn-Chaos. dpa

USA erhöhen Druck auf China

Washington - Im Streit um die chinesische Währungspolitik erhöht der US-Senat den Druck auf die Volksrepublik. Bis Ende Mai könne die Kongresskammer über ein Gesetz abstimmen, mit dem China zur Aufwertung des Yuan gebracht werden solle, sagte eine Sprecherin des demokratischen Mehrheitsführers im Senat, Harry Reid. Reid hatte den chinesischen Präsidenten Hu Jintao im Dezember zu einer deutlichen Aufwertung der chinesischen Währung aufgefordert. Hu wird in der kommenden Woche zum Atomgipfel in Washington erwartet. Zuletzt hatte der unerwartete Besuch von US-Finanzminister Timothy Geithner in Peking Spekulationen über eine Flexibilisierung des Yuan-Kurses angefacht. Die USA werfen China vor, seinen Exporteuren mit der festen Kopplung des Yuan an den US-Dollar Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Viele US-Abgeordnete halten die chinesische Währung für bis zu 40 Prozent unterbewertet. rtr

Lufthansa-Chef trifft Gewerkschaft

Frankfurt am Main - Im Tarifkonflikt der Lufthansa schaltet sich nach Informationen des „Spiegels“ nun Konzernchef Wolfgang Mayrhuber ein. Danach wird er sich an diesem Montag mit Vertretern der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und mit Kabinenbeschäftigten treffen. Bei der Unterredung soll es nicht nur um die Tarifforderungen beider Gruppen gehen. Es werde auch über die künftige strategische Ausrichtung des Konzerns und die angeblich mangelnde Kommunikation zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft diskutiert. Vergangene Woche hatten sich Unternehmen und VC auf eine Schlichtung im aktuellen Tarifkonflikt geeinigt. Kernpunkt des Streits bei den Piloten ist neben der Bezahlung von rund 4500 Piloten ihre Mitsprache im Unternehmen. dpa

FDP distanziert sich von Pkw-Maut

Passau - Die FDP nimmt Abstand von der Einführung einer Pkw-Maut. Generalsekretär Christian Lindner sagte der „Passauer Neuen Presse“: „Eine Pkw-Maut würde nur in den allgemeinen Haushalt fließen und nicht für Investitionen im Verkehrsbereich eingesetzt.“ Die FDP stehe „nicht dafür zur Verfügung, die Autofahrer weiter abzukassieren“, fügte Lindner hinzu. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte Ende November gesagt: „Die Pkw-Maut – und zwar ohne zusätzliche Belastung der Autofahrer in Deutschland – wird über kurz oder lang kommen.“ AFP

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