Wirtschaft : NACHRICHTEN

Stahlproduktion steigt weiter an

Düsseldorf - Die deutsche Stahlproduktion ist im Aufwind. Im ersten Quartal haben die Hüttenwerke 10,89 Millionen Tonnen Rohstahl produziert, 50 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. Im März lag der Wert mit 3,96 Millionen Tonnen sogar um 90 Prozent über dem des Vorjahresmonats. „Inzwischen liegt die Produktion wieder deutlich über 80 Prozent“, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsvereinigung. Die konjunkturelle Lage bleibt aus Sicht der Branche aber besonders wegen der angespannten Lage auf den Rohstoffmärkten „fragil“. dpa

Branntweinmonopol soll bleiben

Berlin - Das Branntweinmonopol der staatlich unterstützten Alkoholerzeugung in Klein- und Obstbrennereien soll nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) noch einmal verlängert werden. Darauf habe sie sich mit EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos verständigt, sagte Aigner. Erforderlich sei aber noch die Zustimmung der EU-Kommission, des Europaparlaments sowie des EU-Agrarministerrates. Eigentlich sollte das Branntweinmonopol spätestens in diesem Jahr auslaufen. Die Einigung sehe vor, dass Klein- und Obstbrennereien sowie Obstgemeinschaftsbrennereien in Deutschland noch bis 2017 Alkohol bis zu einer jährlichen Höchstmenge von 60 000 Hektoliter erzeugen dürfen, sagte Aigner. Die Klein- und Obstbrennereien werden mit Zuschüssen vor der billigeren Importkonkurrenz geschützt. dpa

Greenpeace-Blockade aufgelöst

Bütow - Aus Protest gegen die Freigabe des Anbaus der Genkartoffel Amflora haben sich 25 Greenpeace-Aktivisten an ein Lagerhaus in Bütow in Mecklenburg-Vorpommern gekettet oder am Boden festbetoniert. Das sagte eine Sprecherin der Umweltschützer. Der Betreiber erstattete Anzeige und ließ die Blockade von der Polizei räumen. Nach Ansicht von Greenpeace verstößt der Anbau der Genkartoffel Amflora gegen EU-Recht. Umweltschützer kritisieren, dass die Antibiotika-Resistenz der Kartoffelsorte die Wirksamkeit lebenswichtiger Antibiotika gefährden könne. Konventionelle Landwirte befürchten, dass ihre Ernten durch genverändertes Saatgut verunreinigt werden.Die EU-Kommission hatte den Anbau von Amflora Anfang März zugelassen. Die Kartoffelsorte ist nicht zum Verzehr bestimmt, sondern soll Stärke für Industrieprodukte liefern. AFP

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