Wirtschaft : NACHRICHTEN

Commerzbank soll Tochter abgeben

Brüssel/Frankfurt am Main - Die EU-Kommission hat sich offenbar mit der Commerzbank über die Bedingungen für die staatlichen Milliardenhilfen geeinigt. „Im Prinzip haben wir eine Einigung über die Details“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person aus dem Umfeld der EU-Kommission am Mittwoch. Nun liege die Entscheidung bei der Bundesregierung. In Finanzkreisen gilt es als weitgehend sicher, dass die EU im Gegenzug für die Genehmigung der Staatshilfen auf einen Verkauf der Staats- und Immobilienfinanzierungstochter Eurohypo besteht. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete, die Commerzbank dürfe ihr Osteuropageschäft behalten. Ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, es gebe noch keinen Kommissionsbeschluss zur Commerzbank. rtr

US-Banker begeht Selbstmord

Washington - Der geschäftsführende Finanzchef der US-Hypothekenbank Freddie Mac ist am Mittwoch tot in seinem Haus aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei nahm sich der 41-jährige David Kellermann offenbar selbst das Leben. Die Spurensicherung sei vor Ort, Hinweise auf ein Verbrechen seien zunächst nicht gefunden worden. Kellermann war seit September geschäftsführender Finanzchef von Freddie Mac. Vorstandschef David Moffett trat im vergangenen Monat zurück. Die Hypothekenbank hat 60 Milliarden Dollar Staatshilfe bekommen. Kellermann arbeitete insgesamt 16 Jahre bei Freddie Mac. AP

Zigaretten deutlich teurer

Hamburg - Nach dem Marktführer Philip Morris erhöhen auch die Hamburger Zigarettenonzerne Reemtsma und BAT ihre Packungspreise um 20 Cent. So wird die Reemtsma-Hauptmarke „West“ ab Juni 4,00 Euro statt 3,80 Euro je Packung kosten, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Bei BAT verteuert sich die Packung „Lucky Strike“ auf 4,10 Euro. Im Sommer könnten die Preise je Packung weiter steigen, wenn per Gesetz die Mindestgrößen für Zigarettenpäckchen von 17 auf 19 Stück angehoben werden. dpa

Mehr Leiharbeit und Teilzeitjobs

Halle - In Deutschland haben Leiharbeit, Teilzeitbeschäftigung sowie geringfügige und zeitlich begrenzte Jobs zugenommen. Das ergab eine am Dienstag verbreitete Analyse des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Demnach hat sich ein Wandel der Erwerbsformen vollzogen. Betrug der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung – wie Leiharbeit und Minijobs – an der Erwerbstätigkeit in Deutschland 1997 noch 17,5 Prozent, waren es 2007 bereits 25,5 Prozent. Der Wandel der Erwerbsformen wird laut IWH sowohl im Osten als auch im Westen sichtbar und betrifft vor allem Frauen und jüngere Erwerbstätige. dpa

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