Wirtschaft : NACHRICHTEN

Berliner Handwerk pessimistisch

Berlin - Die Berliner Handwerksbetriebe schätzen ihre Lage zunehmend schlechter ein. 41 Prozent von 1150 befragten Firmen erwarten in den kommenden Monaten schlechtere Geschäfte als noch zu Jahresbeginn, wie aus dem jüngsten Wirtschaftsbericht der Handwerkskammer hervorgeht. Im Vorjahr waren es noch 35 Prozent. Die Gruppe derer, die mit besseren Geschäften rechnen, ist mit elf Prozent dagegen stabil geblieben. Wegen der schwierigen Wirtschaftslage wollen etwa sieben Prozent weniger Lehrstellen anbieten als im Vorjahr. ysh

Weniger Bauaufträge

Berlin - Die Wirtschaftskrise macht sich zunehmend in der Bauwirtschaft bemerkbar. Im Januar und Februar brach der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent ein. Der Umsatz ging in einer ähnlichen Größenordnung zurück, teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mit. Das Minus sei zwar größtenteils auf die schlechte Witterung zurückzuführen, hieß es. Allerdings gehe auch von den Konjunkturprogrammen bislang keine stabilisierende Wirkung aus. ysh

BDI gegen Finanz-Casino

Berlin - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat vor einer Zockerei mit Staatsgeldern gewarnt. „Das Casino darf nicht wiedereröffnet werden und mit noch mehr Geld spielen als zuvor, weil zusätzliches staatliches Geld auf dem Tisch liegt“, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel auf dem G-8-Wirtschaftsgipfel in Italien. Er forderte zudem die Umsetzung der G-20-Beschlüsse von London. „Globale Märkte verlangen eine globale Aufsicht auf Basis enger Koordination und Kooperation der Behörden.“ Tsp

Hongkong kommt in die Hauptstadt

Berlin - Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong hat in Berlin eine Wirtschafts- und Handelsvertretung eröffnet. Die Repräsentanz sei ein wichtiger neuer Knoten im internationalen Netzwerk der Wirtschaft Berlins und Deutschlands, sagte Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei) am Freitag. Der Direktor der Vertretung, Stephen Kai Wong, sagte, die Hauptstadt als wichtigster Handelspartner Hongkongs in der EU Union sei der ideale Standort für das neue Büro. 15 Mitarbeiter seien für die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland, der Schweiz, Österreich und Osteuropa zuständig. ddp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben