Wirtschaft : NACHRICHTEN

Grenzen für Managergehälter

Brüssel - Die Vergütung von Managern soll sich in Europa künftig stärker am Erfolg und an der allgemeinen Wirtschaftslage ausrichten. Das schlug die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vor. Die Empfehlungen bleiben hinter Plänen der Bundesregierung zurück, die Manager erstmals mit ihrem Privatvermögen für Verluste haftbar machen will. EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy empfahl den EU-Staaten, übermäßige Boni für Führungspersonal zu beschneiden und sogenannte goldene Handschläge für ausscheidende Manager im Fall eines Versagens zu untersagen. AFP

Daimler-Aufsichtsrat kürzt Bezüge

Stuttgart - Der Aufsichtsrat des Verluste schreibenden Autobauers Daimler will seine Bezüge um zehn Prozent kürzen und damit einen Sparbeitrag leisten. Der Aufsichtsrat habe dies auf seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, sagte ein Daimler-Sprecher in Stuttgart. Die Kürzung gelte bis Ende Juni kommenden Jahres. 2008 hatten die 20 Daimler-Aufseher insgesamt eine Vergütung von 2,8 Millionen Euro erhalten. 2007 hatte die Vergütung 2,1 Millionen Euro betragen. Am Dienstag hatte Daimler mit dem Betriebsrat vereinbart, dass die Mitarbeiter – vom Dienstboten bis zum Vorstand – unter anderem durch Lohneinbußen zur Überwindung der Verlustphase beitragen sollen. rtr

Tarifverdienste legen 2,4 Prozent zu

Wiesbaden - Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmer in Deutschland sind im vergangenen Jahr im Schnitt um 2,4 Prozent gestiegen. Von den Tariferhöhungen profitierten aber nicht alle Beschäftigten gleichermaßen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mit 3,1 Prozent stiegen die Verdienste zwischen Januar 2008 und Januar 2009 den Angaben zufolge beispielsweise in der Energie- und Wasserversorgung, der Entsorgungswirtschaft sowie im Handel überdurchschnittlich. Demgegenüber lagen die Erhöhungen im Gastgewerbe mit 1,7 Prozent und im Bereich Information und Kommunikation, zu dem unter anderem das Verlagswesen, Rundfunkveranstalter und Telekommunikation zählen, mit 0,8 Prozent unter dem Durchschnitt. AP

Interseroh schreibt rote Zahlen

Köln - Der Rohstoff- und Recyclingkonzern Interseroh hat im ersten Quartal 2009 rote Zahlen geschrieben. Der Vorstand rechne „mit einem negativen Ergebnis in oberer einstelliger Millionenhöhe“, teilte die Interseroh SE am Mittwoch in Köln mit. Hauptgrund dafür sei der niedrige Absatz an den Stahlschrottmärkten. Dagegen habe sich die Situation auf anderen Metallmärkten – vor allem Kupfer – entspannt. Genaue Zahlen will das zum Berliner Entsorgungskonzern Alba gehörende Unternehmen Anfang Mai vorlegen. Interseroh hatte bereits 2008 einen Gewinnrückgang auf 1,44 Millionen Euro verzeichnet. dpa

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