Wirtschaft : NACHRICHTEN

Abwracken schadet Möbelindustrie

Köln - Die Holz- und Möbelindustrie verbucht nach eigener Einschätzung auch wegen der Abwrackprämie hohe Umsatzeinbußen. Kehrseite der Prämie sei, dass die Autokäufer für andere langlebige Konsumgüter wie Möbel weniger Geld ausgeben, teilte der Verband der Deutschen Möbelindustrie am Montag in Köln mit. In den ersten sechs Monaten 2009 sei der Umsatz um 16,1 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro abgestürzt. In den 1030 Herstellerbetrieben sank die Beschäftigtenzahl um 3,5 Prozent auf 157 000. dpa

Kirch gewinnt gegen Deutsche Bank

Frankfurt am Main - In der Dauerfehde gegen die Deutsche Bank hat der Medienunternehmer Leo Kirch einen Etappensieg errungen. Das Landgericht Frankfurt erklärte sieben Beschlüsse der Hauptversammlung der Deutschen Bank vom Mai 2008 für nichtig. Die Einladung sei formal fehlerhaft gewesen, lautet die am Montag bekannt gewordene Begründung. Geklagt hatten neun Aktionäre, darunter Kirch. Er macht die Deutsche Bank für den Niedergang seines Medienimperiums mitverantwortlich. dpa

Garantien für Opel-Standorte illegal

Brüssel/Berlin - Die Bundesregierung darf ihre Hilfen für den angeschlagenen Autohersteller Opel laut EU-Recht nicht vom Erhalt aller deutschen Werke abhängig machen. Das erklärte die EU-Kommission am Montag in Brüssel und wandte sich so indirekt gegen Aussagen von Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD), der Staatshilfen für Opel mit einer Bestandsgarantie für alle vier deutschen Standorte verknüpft hatte. Über Opel entscheidet der Verwaltungsrat des Mutterkonzerns General Motors (GM) am Dienstag kommender Woche. AFP

Neue Mindestlöhne vereinbart

Berlin - Der Tarifausschuss beim Bundesarbeitsministerium hat den Weg für neue Branchen-Mindestlöhne frei gemacht. Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich auf Untergrenzen für die Großwäschereien und die Branche der Bergbau-Spezialarbeiten. Für die Abfallwirtschaft gebe es „deutliche Signale der Arbeitgeber“ für eine Einigung, hieß es am Montag aus Teilnehmerkreisen. dpa

Chinas Aktienblase könnte platzen

Peking - Anleger fürchten ein Platzen von Chinas Aktienblase. Anfang August hatten die dortigen Börsen 80 Prozent zugelegt – Hauptmotor der Entwicklung war eine massive Ausweitung der Kreditvergabe. Im Juli fiel nun allerdings die Vergabe neuer Kredite von 1,53 Billionen auf 355 Milliarden Yuan (umgerechnet 36,2 Milliarden Euro ). Amtliche Medien berichteten, im August würden es nur noch 300 Milliarden sein. dpa

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