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Flughafen und Messe sollten die frühere IndustrieStadt nach der Wende in ein Dienstleistungszentrum umwandeln. Das brachte hunderte Fördermillionen vom Bund, aber nicht genug Arbeitsplätze. Die Arbeitsagentur betreut neben Leipzig auch die Städte Borna, Delitzsch, Eilenburg und Geithain. Im Agenturbezirk liegt die Arbeitslosenquote bei 18,9 Prozent – 94000 Menschen sind hier ohne Job. 46 Prozent sind Langzeitarbeitslose, jeder Zehnte ist unter 25 Jahren.

Leipzig entwickelt sich zur Auto-Stadt. Seit August 2002 montiert Porsche hier den Geländewagen Cayenne, 370 Fachkräfte fanden Arbeit. Ab 2005 will BMW die 3er-Reihe bauen. 5500 Arbeitskräfte werden dafür gesucht. Mit der Umsetzung von Hartz IV wird auch der Druck auf die Arbeitslosen größer. „Die Leute müssen flexibler werden. Wir werden künftig auch in Esslingen bei Stuttgart oder in Hamburg nach Jobs suchen“, heißt es bei der Arbeitsagentur.

Kommunale Beschäftigungsgesellschaften sollten die Job-Krise nach der Wende beenden. Dazu gründete die Stadt den „Betrieb für Beschäftigungsförderung“ (bfb). 1998 war der mit 8000 Beschäftigten das größte Unternehmen Sachsens. Doch nur jeder Fünfte schaffte den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt, der bfb ist inzwischen pleite. Derzeit gibt es noch eine kommunale Beschäftigungsgesellschaft. Hier werden 300 Arbeitslose beschäftigt, zwei Drittel davon sind Jugendliche unter 25 Jahren. „Das soll auch so bleiben“, sagt ein Sprecher der Stadt. gd

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