Wirtschaft : Nachrichten

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Die Schering-Aktie reagierte am Montag mit einem Kurssprung auf das Übernahmeangebot von Merck. Bis kurz vor Handelsschluss stieg der Kurs des Dax-Wertes um 26,5 Prozent auf 84,59 Euro. Schering war damit an der Börse fast 3,4 Milliarden Euro mehr Wert als am vergangenen Freitag. Schon in der vergangenen Woche war die Aktie kräftig gestiegen – vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) prüft deshalb, ob Insider, die von der Merck-Offerte wussten, unzulässige Aktiengeschäfte gemacht haben. „Wir schauen uns das Ganze routinemäßig an“, sagte Bafin-Sprecherin Anja Neukötter dem Tagesspiegel. Die Behörde analysiere Kursverläufe und Umsätze anhand der Meldungen, die Banken regelmäßig an die Finanzaufsicht weiterleiten. Wenn ein konkreter Verdacht auf Insiderhandel bestehe, werde ein förmliches Verfahren eingeleitet, sagte Neukötter. Die Prüfung könne allerdings einige Wochen dauern.

Die Schering-Aktie war in der vergangenen Woche an drei Tagen um neun Prozent gestiegen . Allein am Donnerstag sprang der Kurs um sechs Prozent nach oben, ohne dass Händler eine plausible Erklärung dafür hatten. Im Gegenteil: In den USA wurde ein Konkurrenzprodukt zu Scherings Kassenschlager Betaferon zugelassen. Spekuliert wurde, ob Schering – wie angekündigt – sein Aktienrückkaufprogramm begonnen hat. Den Kurs positiv beeinflusst haben dürfte auch eine Studie der US-Investmentbank Morgan Stanley zum Pharmamarkt, die die Branche insgesamt positiv bewertet. Morgan Stanley soll Schering im Übernahmekampf gegen Merck beraten.pet/mot

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