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ACHTUNG FETT

Diese tiefgekühlte Bihunsuppe enthält im Gegensatz zu den meisten Fertiggerichten wenig Fett. Die Nährwerttabelle verweist auf 1,1 Gramm pro 100 Milliliter. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Männern, nicht mehr als 80 Gramm, und Frauen, 60 Gramm Fett pro Tag zu essen. Klingt viel – ist es aber nicht, wenn man sich Fleisch-, Käse- und Teigprodukte anschaut: So bringt es eine Scheibe Gouda auf 30 Gramm Fett, eine Scheibe Salami auf 25 Gramm. Eine einzige Bockwurst enthält sogar die empfohlene Tagesmenge von 60 Gramm Fett für Frauen.

MEHR ALS KALORIEN

Der Brennwert von Lebensmitteln berechnet sich aus den Nährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett und Jod. Die Berechnungseinheit ist Kilojoule (kJ) oder Kilokalorien (kcal). Je höher der Brennwert, desto mehr Energie wird geliefert. Verbraucher sollten auf den Eiweißanteil achten. Zwar helfen Proteine beim Aufbau und bei der Reparatur von Zellen und Gewebe, Ernährungsexperten empfehlen aber, nicht mehr als 50 Gramm Eiweiß täglich zu essen.

VIEL ZU SÜSS

In den meisten Produkten steckt mehr Zucker, als Verbraucher denken. Zucker hat viele Namen und verbirgt sich auch hinter vielen Zusatzstoffen: So sind Raffinade, Sirup, Monosaccharid, Kohlenhydrate, Fructose, Sorbit oder Lactose nichts anderes als Zucker. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen, bei leichter Tätigkeit nicht mehr als 200 Kilokalorien pro Tag durch Zucker aufzunehmen. Das entspricht zwei Gläsern Coca Cola, 60 Gramm Gummibärchen oder zwei Riegeln Schokolade.

ALLERGIKER AUFGEPASST!

Hersteller stehen seit November 2005 in der Pflicht, die zwölf wichtigsten Allergie auslösenden Stoffe in der Zutatenliste zu kennzeichnen. Darunter fallen neben Senf, Sesam und Laktose unter anderem glutenhaltige Getreideerzeugnisse, Krebstiere, Eier-, Milch- und Fischerzeugnisse, Sojaprodukte und Nüsse. Auch Lebensmittel mit genveränderten Bestandteilen stehen im Verdacht, Allergien hervorzurufen. Derzeit müssen in der EU aber nur Lebensmittel mit einem Gentech-Anteil von über 0,9 Prozent gekennzeichnet werden.

DAUERHAFT IN FORM

Bei Guarkernmehl (besteht aus Samen tropischer Früchte) und Xanthan (entsteht mikrobiologisch aus Zuckern) handelt es sich um Bindemittel. Sie machen die Suppe cremig, indem sie Fett und Wasser miteinander verbinden. Bindemittel geben Produkten zuverlässig die Form, die der Hersteller sich wünscht. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise auch Geliermittel oder Emulgatoren (die Butter steif halten oder Brot mehr Volumen geben).

APPETIT-ANREGEND

Glutamat wird als „Geschmacksverstärker“ bezeichnet – ist aber eine eigene Geschmacksrichtung, die den Appetit anregt. Auf der Zunge gibt es dafür einen eigenen Rezeptor, der sich umami („köstlich“) nennt. Fertigprodukte kommen in der Regel ohne Glutamat nicht aus. Besonders in Asien ist der Zusatzstoff beliebte Essensbeigabe, weshalb die Glutamat-Unverträglichkeit bei uns auch „China-Restaurant-Syndrom“ genannt wird. Immer wieder reagieren Menschen bei hohen Dosierungen sensibel auf Geschmacksverstärker. Betroffene klagen über Kopf- und Nackenschmerzen.

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