Wirtschaft : Nächste Runde im Mobilfunk-Preiskrieg

DÜSSELDORF/BERLIN (dpa/Tsp).In der neuen Preisrunde im Mobilfunk hat nach der Telekom nun auch Mannesmann einen Ortstarif vorgestellt, mit dem man vom Handy aus einen Festnetzanschluß anrufen kann.Mit dem Tarif D2-BestCityPlus können Kunden ab dem 28.September an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort billiger telefonieren: Ortsgespräche über das Handy kosten dann in der Hauptzeit 69 Pfennig, in der Nebenzeit 39 Pfennig pro Minute, teilte Mannesmann Mobilfunk mit.Auch der kleinste Mobilfunkanbieter, E-Plus, kündigte an, ebenfalls an neuen, attraktiveren Mobilfunktarifen zu arbeiten, und versprach: "E-Plus wird auch nach der jüngsten Tarifrunde Preisführer sein." Außerdem steigt in diesem Jahr mit Viag Interkom noch ein vierter Mobilfunkanbieter in den Ring und hat bereits angekündigt, den Markt mit Niedrigpreisen aufrollen zu wollen.

Die Telekom Tochter T-Mobil hatte Ende Juni mit ihrer Ankündigung eines Ortstarifes eine neue Preisrunde eingeläutet.T-Mobil will den D-1-Ortstarif Ende August starten: Mobiles Telefonieren im vereinbarten Ortnetz kostet dann in der Hauptzeit 68 Pfennig je Minute.Nach Mannesmann Mobilfunk wollen auch weitere Anbieter mit eigenen Ortstarifen nachziehen.

Mannesmann Mobilfunk will zudem mit dem Tarif D2-Classic auch den monatlichen Basispreis und die Kosten für Gespräche ins Festnetz am Abend um fast ein Drittel im Vergleich zum bisherigen Business-Angebot senken.Insgesamt liegen die Preissenkungen den Angaben zufolge für Mannesmann in dreistelliger Millionenhöhe.In diesem Jahr erwartet das Unternehmen dennoch eine deutliche Steigerung des Umsatzes von 5,6 Mrd.DM im Vorjahr.Die Stiftung Warentest begrüßte die Preissenkungsrunde im Mobilfunk.In Deutschland waren die Tarife in der Vergangenheit überdurchschnittlich teuer, sagte Telekommunikations-Experte Ronald Dammschneider auf Anfrage.

Unterdessen hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Bonn mitgeteilt, sie sehe keinen Anlaß, sich in den Streit um angeblich überhöhte Telekom-Gebühren für Internet-Nutzer einzumischen.Betroffen sind Surfer, die alle ihre mit einer Null beginnenden Telefongespräche über einen Telekom-Konkurrenten führen - also auch die zum Internet-Provider.Ein Telekom-Sprecher sagte, das Unternehmen stelle alle erforderlichen Mechanismen zur Verfügung, damit Internet-Anrufe weiter als Ortsgespräche abgerechnet würden.

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