Wirtschaft : Namensaktien gefordert

FRANKFURT (MAIN) (ro).Die Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik in Deutschland vernachlässigt nach Ansicht des Deutschen Aktieninstituts (DAI) immer noch die auch für den Arbeitsmarkt und die private Altersvorsorge notwendige Pflege und Förderung der Aktienkultur.DAI-Präsident Max Dietrich Kley hegt allerdings die Hoffnung, daß sich mit der neuen Spitze im Bundesfinanzministerium die Dinge in der Steuerpolitik bewegen.Nach Ansicht des DAI muß die Körperschaftssteuer auf "nicht mehr als 20 Prozent" gesenkt werden.Das DAI will sich in diesem Jahr verstärkt um die Einführung von Pensionsfonds nach angelsächsischem Muster für die betriebliche Vorsorge stark machen.Solche Fonds werden nach Ansicht von Kley nicht nur die Altersvorsorge stärken, sondern auch auf positiv auf Investitionsklima ausstrahlen.DAI-Geschäftsführer Rüdiger von Rosen hält die Förderung der Aktie auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt für dringlich.Bei einer Stärkung der Aktie wären viel mehr Menschen bereit, sich unternehmerisch engagieren und sich dabei auch der Börse zu bedienen.Der Beschäftigungszuwachs bei Neuemittenten sei zweistellig.Trotz aller Kritik an der Steuerpolitik ist das DAI mit den Erfolgen bei den Kapitalmarktgesetzen nicht unzufrieden.Der seit gut einem Jahr mögliche Rückkauf eigener Aktien würde mittlerweile von gut 140 Unternehmen praktiziert oder geplant.Dabei gehe es um ein Volumen von 30 Mrd.DM, was relativ zur Marktgröße fast schon US-amerikanische Dimensionen entspricht", betont von Rosen.Derzeit wirbt das DAI beim Bonner Justizministerium dafür den börsennotierten Unternehmen die Möglichkeit für die Zahlung von Quartalsdividenden zu eröffnen.Auch dies soll den deutschen Finanzmarkt attraktiver machen.Daneben setzt sich das DAI für die Namensaktie ein, über die dem Unternehmen jeder Aktionär namentlich bekannt ist.Damit könnten die Firmen ganz gezielt auf den Aktionär zugehen und damit die Aktionärspolitik klarer ausrichten.

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