Wirtschaft : Napster: Musik-Tauschbörse legt Berufung ein

Nach ihrer gerichtlichen Niederlage wegen Urheberrechtsverletzungen hat die Musik-Tauschbörse Napster vor einem US-Bundesgericht Berufung eingelegt. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der Berufungsantrag bereits am Freitag dem Bundesberufungsgericht in San Francisco vorgelegt. Napster argumentierte, die bisher gegen die Tauschbörse gesprochenen Urteile seien "im Widerspruch zu manch anderer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes".

Nach der Vorgabe des Gerichts muss der Streit zwischen Napster und der Musikindustrie bis kommenden Freitag beigelegt sein. In der vergangenen Woche hatte ein Berufungsgericht in San Francisco auf Betreiben der Plattenfirmen A & M Records, Sony Music, MCA, Capitol und Motown entschieden, dass die Tauschbörse prinzipiell keine geschützten Musiktitel mehr gratis im Internet vermitteln darf. Das Gericht hatte Napster jedoch eine weitere Gnadenfrist eingeräumt und den Fall an die ursprüngliche Instanz zurückverwiesen. Eine Milliardenofferte der mit der Bertelsmann E-Commerce Group verbündeten Tauschbörse Napster stieß bislang bei der Plattenindustrie auf Skepsis. Napster und Bertelsmann hatten der Musikindustrie eine Milliarde Dollar für die kommenden fünf Jahre als Ausgleich für Urheberrechte geboten. Die Summe wollten die Partner über monatliche Abonnementgebühren aufbringen.

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