Wirtschaft : Neckermann: Reisen im Winter teurer

Der Reiseveranstalter Neckermann peilt nach einem sonnigen Sommergeschäft sieben Prozent Wachstum in der nächsten Wintersaison an. Mit der Hauptmarke des zweitgrößten deutschen Touristikkonzerns Thomas Cook reisten in diesem Sommer bisher 15 Prozent mehr Gäste, der Umsatz stieg um 18 Prozent, wie Bereichsvorstand Detlef Altmann am Donnerstag auf Gran Canaria sagte. Damit wachse Neckermann schneller als die Branche mit drei bis vier Prozent. Konkurrent TUI hatte für den Sommer neun Prozent Umsatzplus angegeben. Angesichts steigender Kerosinpreise und des hohen US-Dollars werden die meisten Neckermann-Flugreisen im Winter um zwei bis fünf Prozent teurer.

In der Anfang November beginnenden Wintersaison werde wegen der ungebrochen hohen Nachfrage das All-Inclusive-Angebot von bisher 40 auf 70 Ferienanlagen ausgebaut, sagte Altmann. Der Schwerpunkt liege auf den bereits im Sommer boomenden Urlaubszielen Ägypten und Türkei. Nach aktuell hohen zweistelligen Zuwachsraten seien 33 neue Ziele in das Städtereisenprogramm aufgenommen worden. Neue Fernreiseziele sind Barbados und St. Lucia in der Karibik. Stabile Preise erwarten Urlauber in Ägypten und Südafrika. Teurer würden dagegen Mauritus (plus 2 Prozent), Zypern, Marokko und die Kanaren (2,5 Prozent), Mallorca (2,8 Prozent), Tunesien (4 Prozent), Malta und die Türkei (4,5 Prozent) sowie die übrigen Fernreiseziele um 5 Prozent. Bei Buchung bis 31. Oktober gebe es Rabatte.

Die stärksten Zuwächse in der Sommersaison verzeichnete Neckermann in Kroatien und der Türkei mit 70 Prozent und in Ägypten mit 50 Prozent. Entgegen dem Markttrend und trotz teuren Dollars sei auch bei Amerikareisen ein hohes zweistelliges Plus verbucht worden. Auf den Balearen solle trotz eines aktuellen Minus von zwei Prozent das Vorjahresergebnis wieder erreicht werden. Die Preise in den zwölf neuen Katalogen sind nur noch in Euro angegeben. Durch die Branchenvereinbarung zum Verzicht auf eine zusätzliche Auszeichnung in Mark seien Mehrkosten von 20 Millionen Mark vermieden worden, sagte Altmann.

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