Wirtschaft : Nennwertlose Namensaktien

Der neue Daimler-Chrysler-Konzern wird an seine Anteilseigner nennwertlose Namensaktien ausgeben.Damit können die Aktien mit dem Kurszettel-Kürzel DCX auch an der New Yorker Wall Street direkt notiert werden, sagte Daimler-Benz-Konzernchef Jürgen Schrempp am Donnerstag.

Nach früheren Medienberichten ist dieser Aktientyp in den Vereinigten Staaten üblich, in Deutschland jedoch selten.Nicht einmal 50 deutsche Unternehmen haben Namensaktien ausgegeben.Zuletzt mußte die Deutsche Lufthansa AG Namensaktien ausgeben, um nachzuweisen, daß die Airline mehrheitlich in den Händen deutscher Anteilseigner liegt.Daimler-Chrysler wird ein Aktienbuch führen, in dem die Besitzer aufgelistet sind.Die Daimler-Aktie wird seit 1993 in New York nur indirekt über sogenante American Depositary Receipts (ADR) notiert.Daimler hat bislang ausschließlich Inhaberaktien.

Schrempp kündigte an, Daimler-Chrysler werde in Zukunft komplette Vierteljahresabschlüsse mit Gewinnangaben vorlegen.Daimler-Benz publiziert zwar bisher auch schon Vierteljahreszahlen, legt Ergebnisse aber nur in der Halbjahres- und Jahresbilanz vor.

Daimler-Chrysler werde im Deutschen Aktienindex Dax ein Gewicht von 13 Prozent haben, der Daimle-Benz-Konzern kommt derzeit auf sieben Prozent.Die Daimler-Chrysler-Aktie soll in Frankfurt und an den sieben deutschen Regionalbörsen notiert werden.Dazu kommen New York und mehrere Plätze in den USA und Kanada.Daimler-Chrysler werde auch in Tokio, London, Paris, Zürich und Wien auf dem Kurszettel stehen.dpa

FREIBERG(dpa) - Für sieben Ausländer ist am Donnerstag die illegale Einreise nach Deutschland eine Fahrt in den Tod geworden.Ihr völlig überladenes Schleuserauto, das vor einer Kontrolle durch den Bundesgrenzschutz (BGS) flüchten wollte, raste nahe der deutsch- tschechischen Grenze im sächsischen Weißenborn gegen eine Mauer.Die Identität der Opfer war bis zum Nachmittag unklar.Vermutlich handelt es sich bei den Toten um Kosovo-Albaner.

Beim Aufprall wurden die 27 Insassen aus dem hinteren Teil des Kleintransporters geschleudert.Der Weißenborner Bürgermeister Peter Hünig, der wenige Minuten später am Unfallort eintraf, sprach von einem Bild des Grauens."Auf etwa 50 Quadratmeter lagen Tote und Verletzte durcheinander", sagte Hünig der dpa.

Sechs Insassen des Unfallautos waren offenbar sofort tot, ein weiterer starb wenig später im Krankenhaus.Elf Menschen wurden schwer verletzt.Die restlichen neun Ausländer erlitten "mittelschwere Verletzungen", hieß es.Der tschechische Fahrer des Kleintransporters vom Typ Mercedes konnte flüchten.Der leicht verletzte Beifahrer wurde festgenommen.Wer das Schleuserauto mit Freiberger Kennzeichen gemietet hatte, blieb zunächst unklar.Nach Angaben eines Polizeisprechers war das Fahrzeug von einem Fischhändler aus Bremerhaven geordert worden.

Seit der dramatischen Lage auf dem Balkan haben Sachsens Grenzschutzbeamte und Zöllner am mehr als 500 Kilometer langen sächsisch-böhmischen Grenzabschnitt immer häufiger mit Flüchtlingen aus dem Kosovo und anderen Krisengebieten zu tun.Der illegale Grenzübertritt verläuft oft nach dem gleichen Schema.

Von einem Schleuser werden die Flüchtlinge zu Fuß nachts im Wald über die Grenze gebracht.Auf deutscher Seite warten dann Fahrzeuge.Manchmal fahren die Ausländer im Gefühl, es geschafft zu haben, auch mit dem öffentlichen Nahverkehr weiter in die Städte.

"Aufgriffe" mit mehr als 20 Flüchtlingen seien schon vorgekommen, berichten Grenzer.Für die Beamten ist das durchaus ein Risiko."Von den Flüchtlingen geht meist keine Gefahr aus", sagt der Chef des Chemnitzer Hauptzollamtes, Konrad Heinrich.Die Leute wollten in Deutschland bleiben und scheuten Konflikte mit Bundesgrenzschutz und Zoll.Die Gewaltbereitschaft der Schleuser habe allerdings deutlich zugenommen.

"Die sind aggressiv.Für die geht es schließlich um viel Geld", fügt ein anderer Beamter hinzu.Mancher Kollege von BGS und Zoll geht mittlerweile mit einer Schußweste zum Dienst.Mit gegenseitiger Absicherung und dem Einsatz von Diensthunden wollen die Grenzschützer die Gefahren für das eigene Leben möglichst gering halten.

Fachleute gehen davon aus, daß BGS und Zoll bei ihrer Arbeit eine Quote von eins zu drei erreichen: Ein Flüchtling wird geschnappt, drei kommen durch.Professionelle Schleuser seien meist nicht schlechter ausgerüstet als die Beamten, heißt es.Schleuser hätten inzwischen sogar Nachtsichtgeräte und Infrarottechnik.

(Achtung: Damit wurde der Korr.-Bericht durch Angaben auf der Pressekonferenz aktualisiert.) dpa su yy ik -FREIBERG(dpa) - Für sieben Ausländer ist am Donnerstag die illegale Einreise nach Deutschland eine Fahrt in den Tod geworden.Ihr völlig überladenes Schleuserauto, das vor einer Kontrolle durch den Bundesgrenzschutz (BGS) flüchten wollte, raste nahe der deutsch- tschechischen Grenze im sächsischen Weißenborn gegen eine Mauer.Die Identität der Opfer war bis zum Nachmittag unklar.Vermutlich handelt es sich bei den Toten um Kosovo-Albaner.

Beim Aufprall wurden die 27 Insassen aus dem hinteren Teil des Kleintransporters geschleudert.Der Weißenborner Bürgermeister Peter Hünig, der wenige Minuten später am Unfallort eintraf, sprach von einem Bild des Grauens."Auf etwa 50 Quadratmeter lagen Tote und Verletzte durcheinander", sagte Hünig der dpa.

Sechs Insassen des Unfallautos waren offenbar sofort tot, ein weiterer starb wenig später im Krankenhaus.Elf Menschen wurden schwer verletzt.Die restlichen neun Ausländer erlitten "mittelschwere Verletzungen", hieß es.Der tschechische Fahrer des Kleintransporters vom Typ Mercedes konnte flüchten.Der leicht verletzte Beifahrer wurde festgenommen.Wer das Schleuserauto mit Freiberger Kennzeichen gemietet hatte, blieb zunächst unklar.Nach Angaben eines Polizeisprechers war das Fahrzeug von einem Fischhändler aus Bremerhaven geordert worden.

Seit der dramatischen Lage auf dem Balkan haben Sachsens Grenzschutzbeamte und Zöllner am mehr als 500 Kilometer langen sächsisch-böhmischen Grenzabschnitt immer häufiger mit Flüchtlingen aus dem Kosovo und anderen Krisengebieten zu tun.Der illegale Grenzübertritt verläuft oft nach dem gleichen Schema.

Von einem Schleuser werden die Flüchtlinge zu Fuß nachts im Wald über die Grenze gebracht.Auf deutscher Seite warten dann Fahrzeuge.Manchmal fahren die Ausländer im Gefühl, es geschafft zu haben, auch mit dem öffentlichen Nahverkehr weiter in die Städte.

"Aufgriffe" mit mehr als 20 Flüchtlingen seien schon vorgekommen, berichten Grenzer.Für die Beamten ist das durchaus ein Risiko."Von den Flüchtlingen geht meist keine Gefahr aus", sagt der Chef des Chemnitzer Hauptzollamtes, Konrad Heinrich.Die Leute wollten in Deutschland bleiben und scheuten Konflikte mit Bundesgrenzschutz und Zoll.Die Gewaltbereitschaft der Schleuser habe allerdings deutlich zugenommen.

"Die sind aggressiv.Für die geht es schließlich um viel Geld", fügt ein anderer Beamter hinzu.Mancher Kollege von BGS und Zoll geht mittlerweile mit einer Schußweste zum Dienst.Mit gegenseitiger Absicherung und dem Einsatz von Diensthunden wollen die Grenzschützer die Gefahren für das eigene Leben möglichst gering halten.

Fachleute gehen davon aus, daß BGS und Zoll bei ihrer Arbeit eine Quote von eins zu drei erreichen: Ein Flüchtling wird geschnappt, drei kommen durch.Professionelle Schleuser seien meist nicht schlechter ausgerüstet als die Beamten, heißt es.Schleuser hätten inzwischen sogar Nachtsichtgeräte und Infrarottechnik.

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