Wirtschaft : Nestlé will Werk in Prenzlau schließen

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Nürnberg/Frankfurt (Main) (dpa). Im Zusammenhang mit der Neuordnung ihres Speiseeis-Geschäftes will die neue Schöller-Mutter Nestlé ihre Produktion in Nürnberg konzentrieren. Auch aus dem brandenburgischen Prenzlau will man sich zurückziehen. Ein Sprecher von Nestlé Deutschland sagte am Donnerstag, rund 40 Prozent der zwischen 100 bis 140 zu verlagernden Arbeitsplätze sollen in Nürnberg angesiedelt werden. Die übrigen Arbeitsplätze seien am Standort Uelzen vorgesehen.

Motta und Schöller unter einem Dach

Die Produktionsverlagerung nach Nürnberg und Uelzen steht im Zusammenhang mit der Schließung der Eiskremwerke der Nestlé-Motta GmbH im norddeutschen Schwanewede zum Jahresende 2002 und der Nestlé Schöller Lebensmittel GmbH in Prenzlau nordöstlich von Berlin zum Jahresende 2004. In Schwanewede seien rund 340, in Prenzlau 80 Arbeitsplätze betroffen, teilte Nestlé Deutschland mit.

Hintergrund der Werksschließung sei die „Integration“ der von Nestlé erworbenen Schöller Holding Gesellschaften in den Konzern. „Mit dem Zukauf der Schöller-Eiskremkapazitäten ist eine Anpassung der Produktionsstrukturen an die tatsächlichen Marktgegebenheiten im deutschen Eiskremgeschäft erforderlich geworden“, heißt es in einer Nestlé-Erklärung vom Donnerstag. Von der Saison 2003 an sei ein gemeinsamer Sortiments- und Marktauftritt von Schöller und Motta geplant.

Betroffen von der Neuordnung sind nach Nestlé-Informationen auch Mitarbeiter der Schöller-Zentrale in Nürnberg. Im Zuge einer Restrukturierung der Verwaltung sollen einige Zentralfunktionen der Schöller-Verwaltung in die Frankfurter Nestlé-Zentrale eingegliedert werden. Betroffen seien aber nur ein knappes Dutzend der mehreren hundert Mitarbeiter in der Nürnberger Schöller-Zentrale, sagte ein Nestlé-Sprecher.

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