Wirtschaft : Netz-Zugang für Mittelständler: Regierung startet Informationskampagne

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Die Informationskampagne "Mittelstand ins Netz", die das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag zusammen mit der Zeitung "Die Welt" und dem Hamburger Dienstleister "Wer liefert was?" GmbH in Berlin vorstellte, soll mittelständische Betriebe für das Internet sensibiliseren und konkrete Lösungen vorstellen, wie Geschäfte im Netz erfolgreich abgeschlossen werden können. "Kleine und mittlere Betriebe, die den Weg ins Netz verpassen, werden ihren Markt verlieren", sagte Siegmar Mosdorf, parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. "Es ist wichtig, dass der deutsche Mittelstand aufwacht."

Nach Erkenntnissen des Ministeriums haben zwar zwei Drittel aller Mittelständler Zugang zum Internet und gut die Hälfte eine eigene Homepage. Nur ein Viertel geht aber tatsächlich online einkaufen, und nur 14 Prozent nutzen die elektronischen Vertriebswege. "Um kleine und mittlere Unternehmen auf breiter Front an diese neuen Geschäftsformen heranzuführen, bedarf es weiterer Unterstützung", sagte Mosdorf. Die Aktion "Mittelstand ans Netz", für die der Bund keine zusätzlichen Etatmittel bereitstellt, ergänze die Programme des Ministeriums zur Förderung von insgesamt 24 regionalen Kompetenzzentren und zur Unterstützung branchenbezogener Pilotprojekte zum E-Commerce.

Der Dienstleister "Wer liefert was?" stelle seit fünf Jahren die Internet-Plattform zur Verfügung, "auf der sich Mittelständler tummeln", sagte Geschäftsführer Peter Schulze. Das Unternehmen bringt seit fast 70 Jahren Einkäufer und Verkäufer zusammen - zuerst auf Büchern, später auf CD-Rom und heute im Internet. Nutzer haben nach Schulzes Angaben Zugang zu rund 3000 elektronischen Katalogen und Katalogseiten.

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