Wirtschaft : Netzagentur will mehr Wettbewerb bei DSL

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Berlin - Die Bundesnetzagentur will den Wettbewerb im Markt für schnelle Internetanschlüsse weiter vorantreiben. Dazu sollen die Wettbewerber der Telekom die Möglichkeit bekommen, ihren eigenen Kunden eine größere Auswahl an verschiedenen Internetzugängen anbieten zu können. Zudem muss sich die Telekom den Preis für die dazu notwendigen Vorleistungsprodukte vorher genehmigen lassen. Das sieht der Entwurf einer Regulierungsverfügung vor, den die Behörde am Mittwoch vorgestellt hat und den die Marktteilnehmer nun kommentieren sollen.

Der Kommentar der Telekom kam prompt: Die Bundesnetzagentur plane „in unverhältnismäßiger Weise“ in ein Marktsegment einzugreifen, „das nachweisbar von einer hohen Wettbewerbsdynamik“ geprägt sei, teilte die Telekom-Tochter T-Com mit. Bisher bietet T-Com den Wettbewerbern, die die DSL-Anschlüsse der Telekom mit Rabatten weiterverkaufen, nur eine spezielle Datenübertragungsrate an. Daher können Anbieter wie Freenet, 1&1 oder AOL nur über den Preis konkurrieren, nicht aber über die Servicequalität und die Geschwindigkeit, mit der ein Nutzer im Internet Daten herunterladen und verschicken kann.

Ende vergangenen Jahres gab es laut Bundesnetzagentur in Deutschland 10,4 Millionen DSL-Anschlüsse – 6,4 Millionen bei der Telekom, 2,5 Millionen bei den Wettbewerbern und 1,5 Millionen bei Wiederverkäufern. vis

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