Wirtschaft : NETZE UND SPEICHER: Offene Fragen

Wie auch immer der Strom der Zukunft erzeugt wird – erst einmal muss er zum Verbraucher oder zur Fabrik transportiert werden. Also vor allem von den Windrädern an der Küste zu den Wirtschaftszentren in Bayern und Baden-Württemberg. Oder, im Rahmen eines europäischen Stromverbundes, aus den sonnigen Gegenden Spaniens oder Nordafrikas in den Norden. Dazu müssen nach Ansicht der Deutschen Energieagentur allein hierzulande 3600 Kilometer neue Stromtrassen gebaut werden – für zehn Milliarden Euro. Doch viele Menschen haben Angst vor neuen Hochspannungsleitungen, mit Bürgerinitiativen wehren sie sich. Doch was, wenn Wind und Sonne einmal nicht verfügbar sind? Für diesen Fall sind Speicherkapazitäten nötig. Am wirkungsvollsten wären Pumpspeicherkraftwerke, bei denen Wasser in einen höher gelegenen See gepumpt wird, wenn Strom etwa bei Sturm im Überfluss vorhanden ist. Doch die Kapazität ist nach wenigen Stunden erschöpft. „Um den gegenwärtigen Strombedarf zu decken, bräuchten wir theoretisch mehr als 1000 solcher Kraftwerke – heute haben wir zwei Handvoll“, gibt Energiefachmann Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) zu bedenken. Andere Verfahren, etwa die Gewinnung von Wasserstoff per Windkraft, ist noch nicht in großem Stil verfügbar, ebenso wenig wie Druckluftspeicher oder gar Batterien. brö

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