Neu im Management : Siemens holt Shell-Managerin in den Vorstand

Das Unternehmen will dem US-Rivalen General Electric Paroli bieten und wechselt überraschend den Energie-Vorstand aus

Siemens will einem Bericht zufolge die derzeitige Strategiechefin des Ölkonzerns Shell in den Vorstand berufen und damit dem US-Rivalen General Electric (GE) Paroli bieten. Wie das „Manager Magazin online“ berichtete, will der Siemens-Aufsichtsrat die US-Managerin Lisa Davis noch am Dienstag zur Nachfolgerin des amtierenden Energie-Vorstands Michael Süß bestellen. Süß werde zurücktreten, berichtete das Magazin unter Berufung auf Siemens-Kreise. Ein Konzernsprecher habe sich dazu nicht äußern wollen.

Das Energiegeschäft soll künftig aus den USA geführt werden

Dem Bericht zufolge will Konzernchef Joe Kaeser das Energiegeschäft in Zukunft von den USA aus führen. Das Unternehmen habe den dortigen Boom der Öl- und Gasbranche aufgrund der zunehmenden Förderung von Schiefergas bislang kaum mitgemacht. Mit der Ernennung von Davis wolle Siemens in den USA nun mehr Präsenz zeigen.

Siemens im Bieterwettstreit mit GE

Siemens und General Electric befinden sich derzeit im Bieterkampf um die Energiesparte des französischen Industriekonzerns Alstom. General Electric will die Energiesparte des Kraftwerk- und Zugbauers Alstom, die etwa 70 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht und weltweit 65.000 Mitarbeiter beschäftigt, für 12,35 Milliarden Euro aufkaufen. Nach dem Bekanntwerden der Offerte legte auch Siemens ein Angebot vor, ermuntert von der französischen Regierung, die dem GE-Angebot ablehnend gegenübersteht. AFP

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