NEUABSCHLUSS : Nicht nur auf den Darlehenszins achten

Wer plant, in den kommenden Jahren zu bauen oder ein Haus zu kaufen, kann sich heute niedrige Zinsen sichern. Zwar wird das angelegte Geld bei Neuverträgen derzeit nur sehr gering verzinst, entsprechend billig ist jedoch auch das Darlehen, das der Bausparer später in Anspruch nehmen kann. Denn bei Abschluss des Vertrags wird auch der Kreditzins bereits festgelegt, zu dem sich der Bausparer nach mehreren Jahren Geld leihen kann. Ob sich das rechnet, hängt von der zukünftigen Entwicklung der Zinsen ab. Bei der Wahl eines Bausparvertrags sollten Verbraucher allerdings nicht nur rein auf die Höhe des Darlehenszinses achten. Ist der besonders niedrig, klingt das zwar verlockend. Allerdings sind in einem solchen Fall im Gegenzug häufig die monatlichen Spar- und Tilgungsraten besonders hoch. Das heißt, der Kunde muss schnell viel Geld ansparen und den Kredit später auch schnell wieder abbezahlen. Hinzu kommt: Vertreter von Bausparkassen arbeiten auf Provisionsbasis. „Die Höhe der Provision richtet sich nach der vereinbarten Bausparsumme“, sagt Thomas Hentschel, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Deshalb hätten die Vertreter ein Interesse daran, Verträge mit einer besonders hohen Sparsumme zu vertreiben.„Verbraucher sollten deshalb genau darauf achten, welche monatliche Belastung auf sie zukommt“, rät er. Helfen kann dabei ein Spar- und Tilgungsplan. Der zeigt, ob es überhaupt realistisch ist, die vereinbarte Summe in der festgelegten Zeit anzusparen. Außerdem sollten die Verträge möglichst flexibel gestaltet sein – damit der Bausparer auch mal einen Teil des Kredits außer der Reihe tilgen kann. cne

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