Wirtschaft : Neue Arbeit ab zwei Prozent

-

Auch wenn sich die ersten Anzeichen für eine Konjunkturbelebung mehren, bedeutet das für den Arbeitsmarkt keine Entwarnung. In diesem Winter, so fürchten Arbeitsmarktexperten, könnte die FünfMillionen-Marke überschritten werden. Denn bis sich ein Aufschwung positiv auf den Jobmarkt auswirkt, kann es dauern. Eine Faustformel besagt, dass in Deutschland mindestens zwei Prozent Wachstum notwendig sind, bevor neue Jobs entstehen. Daran ist unter anderem der „Keil“ aus Steuern und Abgaben schuld, der zwischen Brutto- und Nettolohn liegt. Mit 42 Prozent verteuern die Sozialabgaben den Faktor Arbeit, so dass Firmen genau kalkulieren, bevor sie jemanden fest einstellen. Verbessert sich die Auftragslage, so lassen viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter erst einmal Überstunden machen. Ob sie neu einstellen, hängt auch davon ab, ob befristete Verträge möglich sind oder wie der Kündigungsschutz geregelt ist. Wie schnell ein Betrieb sich vom positiven Konjunkturklima anstecken lässt, kann auch von der Branche abhängen. Wer Investitionsgüter mit Forschungsaufwand produziert, braucht im Aufschwung mehr Mitarbeiter. ce

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben