Wirtschaft : Neue Bundesländer profitieren von EIB

Jahresbericht der EU-Hausbank

LUXEMBURG (dpa).Erneut haben die Neuen Bundesländer 1996 besonders hohe Kredite von der Europäischen Investitionsbank (EIB) erhalten.Dies geht aus dem Jahresbericht der "Hausbank der EU" hervor, der am Montag den EU-Finanzministern in Luxemburg vorgelegt wurde.Insgesamt zahlte die EIB Darlehen in Höhe von 20,5 Mrd.Ecu (umgerechnet rund 40 Mrd DM) aus ­ gut 20 Prozent mehr als im Vorjahr.Davon flossen 1,6 Mrd.Ecu (3,2 Mrd DM) in den Osten Deutschlands. Die Hauptprojekte waren zwei neue Braunkohle-Elektrizitätswerke, Anlagen für Erdgas und Klärwerke.877 Mill.Ecu kamen dem Westen Deutschlands zugute.Der größte Teil wird zur Finanzierung neuer Erdgasleitungen verwendet.Zweiter Schwerpunkt in der Förderung der Bank waren Infrasturkturprojekte in Griechenland. Wieder engagierte sich die EIB stark bei der Verwirklichung der Transeuropäischen Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationsnetze.6,5 Milliarden Ecu wurden genehmigt.EIB-Präsident Sir Brian Unwin machte deutlich, daß Verzögerungen bei den Netzen nicht auf die Ausleihbereitschaft der Bank, sondern auf technische, administrative und politische Engpässe zurückgehen.Dies gelte bedonsers für den Bau des neuen Brennertunnels.Von dem Geld, das außerhalb der Europäischen Union verliehen wurde, ging der größte Teil in die mittel- und osteuropäischen Staaten, die auf die zukünftige Mitgliedschaft in der Gemeinschaft vorbereitet werden sollen.Hier wurden 1,1 Mrd.Ecu bereitgestellt.Bei der Geldbeschaffung legte die EIB erstmals Anleihen auf, in denen sie sich förmlich verpflichtete, die Ecu im Verhältnis 1:1 in Euro umzuwandeln.Anfang dieses Jahres wurde eine Anleihe über eine Milliarde Euro aufgelegt.

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