Wirtschaft : Neue Flugverkehrssteuer zur Armutsbekämpfung

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Die Bundesregierung will sich verstärkt dafür einsetzen, mit der Erhebung internationaler FlugverkehrsSteuern die Armut zu bekämpfen. Deutschland unterstütze den Vorschlag für eine Impfkampagne in Afrika mit Hilfe einer Vorfinanzierung über den Kapitalmarkt, sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel bei der Frühjahrstagung von IWF, Weltbank und G-7-Staaten. Das könnte zwischen vier und acht Milliarden Dollar kosten. Als Gegenfinanzierung schlug Eichel die Einführung einer Kerosin- oder Flugticket-Steuer vor, wodurch der Ticket-Preis um bis zu zehn Euro steigen könnte. Das halte er zumindest im europäischen Rahmen für machbar, betonte der Finanzminister. Der Einsatz von zusätzlichen Haushaltsmitteln sei „keine praktikable Option“. Der Bundesfinanzminister stellte außerdem klar, dass er eine deutliche Aufstockung des Entwicklungshilfe-Etats von derzeit 0,28 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nicht für realistisch hält. HB

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