Wirtschaft : Neue Gerüchte über Bankenfusion

FRANKFURT (MAIN) (rtr). Neue Fusionsgerüchte um die Dresdner Bank und die HypoVereinsbank haben die Aktienkurse der Institute am Mittwoch kräftig in die Höhe getrieben. Auslöser waren Spekulationen, wonach beide Banken ihren Brokern den Handel mit eigenen Aktien untersagt hätten. Sprecher beider Institute dementierten dies. Die damit in Zusammenhang stehenden Gerüchte, die Banken seien an einer Fusion interessiert, wurden von Hypo-Sprecher Thomas Pfaff dementiert. "Es gibt keine Pläne", sagte er. Eine Sprecherin der Dresdner Bank sagte lediglich: "Wir kommentieren Übernahmegerüchte nie." Trotz des Dementis zogen die Kurse beider Institute bis zum frühen Nachmittag kräftig an. Dresdner gewannen rund 3,5 Prozent auf 44,60 Euro, HypoVereinsbank kletterten um 3,4 Prozent auf 67,90 Euro. Aktienhändler hatten die Kurssprünge auf die Fusionsspekulationen zurückgeführt. "Das sind alte Gerüchte, aber sie sind wieder aufgekommen", hieß es bei einer Bank. Um die zweit- und drittgrößte deutschen Geschäftsbank kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte um ein Zusammengehen. Dabei wird immer wieder auf den gemeinsamen Großaktionär beider Institute verwiesen, die Allianz AG.Derzeit gebe es jedoch keine "stichhaltigen" Argumente für ein Zusammengehen der Dresdner Bank und der HypoVereinsbank, sagte Konrad Becker, für die Branche zuständiger Analyst beim Münchner Bankhaus Merck Finck & Co. auf Anfrage. Zwar würde es in einigen Punkten Vorteile und Einsparungen geben. Die aktuelle Strategie der beiden Geldhäuser sei jedoch so ausgerichtet, daß eine Fusion nicht unbedingt notwendig wäre. Die HypoVereinsbank sei noch sehr mit ihrer eigenen Verschmelzung beschäftigt. Die Dresdner suche wiederum nach einem Investmenthaus in den USA, wobei ihr die Münchner "nicht viel helfen" könnten.

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