Wirtschaft : Neue Verhandlungen bei Samsung

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Berlin - Die IG Metall und die Samsung-Geschäftsführung werden am kommenden Dienstag beginnen, über einen Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten des Bildröhrenwerks in Berlin-Oberschöneweide zu verhandeln. „Dabei geht es um zwei Punkte“, sagte Klaus Wosilowsky von der IG Metall Berlin dem Tagesspiegel. Die Gewerkschaft wolle einen Interessensausgleich und einen vernünftigen Sozialplan für die Mitarbeiter des Betriebes. Samsung will die Bildröhrenfertigung in Oberschöneweide zum Jahresende schließen. Dadurch sind 750 der insgesamt 800 Stellen gefährdet.

Die IG Metall will nun erneut mit der Geschäftsführung über die Fortführung der Produktion verhandeln. Der Betriebsrat hatte dazu bereits ein Konzept vorgelegt, das die Werksführung aber als nicht wirtschaftlich abgelehnt hatte. „Es gibt keine Alternative zur Einstellung der Produktion“, sagte ein Samsung-Sprecher. Man sei jedoch bereit, über die Modalitäten eines Sozialplans zu verhandeln.

Unabhängig von dem Treffen am Dienstag geht der Streit zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat über die Einrichtung einer Einigungsstelle weiter. Das Arbeitsgericht Berlin hatte am Dienstag dem Antrag der Werksleitung stattgegeben, eine solche Stelle einzurichten. Der Erlass ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Betriebsrat hat nun die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen – und kündigte an, genau das zu tun. dro

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