Wirtschaft : Neue Verhandlungen über 35-Stunden-Woche

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(avi/dpa). In den Tarifkonflikt um die Einführung der 35Stunden-Woche für die 310 000 Ost-Metaller kommt wieder Bewegung. Kurz vor Ablauf der Friedenspflicht an diesem Dienstag erklärten sich am Montag sowohl der Arbeitgeberverband Gesamtmetall als auch die IG Metall zu neuen Verhandlungen bereit. Beide Seiten kündigten an, dass erstmals nicht in den einzelnen Tarifregionen, sondern für den gesamten Osten verhandelt werden soll. Unabhängig von den neuen Gesprächen will die IG Metall am kommenden Montag mit ersten Warnstreiks beginnen. Anders als in Westdeutschland wird im Osten noch 38 Wochenstunden gearbeitet. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser zufolge müsse dies auch so bleiben, denn die Produktivität liege in den neuen Ländern erst bei 66 Prozent des Westniveaus. „Mit unseren Tariflöhnen sind wir aber schon bei weit über 90 Prozent und sehen daher überhaupt keinen Handlungsbedarf“, sagte Kannegiesser in Berlin.

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