Wirtschaft : Neue Zahlen, altes Problem

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Am kommenden Mittwoch wird die Deutsche Bahn auch Geschäftszahlen für 2004 vorlegen. Bahnchef Harmut Mehdorn hat bereits durchblicken lassen, dass das Betriebsergebnis bei etwa 200 Millionen Euro liegen wird – der erste Gewinn nach drei verlustreichen Jahren. Und angesichts der Zahlen zeigt sich Mehdorn optimistisch, schon 2006 die Voraussetzungen für die Entscheidung über einen möglichen Börsengang durch den Bund zu schaffen.

Doch ist die Bahn wirklich in der avisierten Zeit reif für das Parkett? Der jüngste Monitoringbericht der Investmentbank Morgan Stanley zur Mittelfristplanung der Bahn ist da zurückhaltend . In einer Zusammenfassung, die dem Tagesspiegel vorliegt, heißt es, der Konzern setze noch stärker als bisher auf Kostensenkung als auf Ertragswachstum. Eine glaubwürdige Planung „signifikanter weiterer Verbesserungen der Leistungsfähigkeit“ von 2004 bis 2009 sei zudem noch nicht erfüllt.

Eine zweite Unsicherheit : Noch ist nicht entschieden, ob die Bahn als integrierter Konzern – also zusammen mit der Infrastrukturtochter DB Netz AG – an die Börse gebracht werden soll oder nicht . Viele Verkehrspolitiker sind da skeptisch und haben durchgesetzt, dass es bis zum Sommer ein Gutachten zu alternativen Szenarien geben soll. Durch den geplanten Konzernumbau schaffe Mehdorn Fakten , die andere Lösungen als einen integrierten Börsengang immer schwerer machen, kritisieren die Politiker. hop

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