Wirtschaft : Neuer Chef der Berlin Partner aus den USA

René Gurka leitet künftig die Wirtschaftsförderung

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Berlin - Für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berlin Partner ist ein neuer Geschäftsführer gefunden. Der Leiter der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in San Francisco, René Gurka, wird „voraussichtlich zum 1. April 2007“ Chef von rund 80 Beschäftigten, die Investoren für Berlin anwerben. Gurka folgt auf Roland Engels, der im nächsten Frühjahr einen Vorstandsposten bei der Gegenbauergruppe übernimmt.

Wie die Förderorganisation am Sonnabend weiter mitteilte, ist Gurka 35 Jahre alt und seit 2004 in San Francisco; davor war er für die Deutsch-Amerikanische Handelskammer in Atlanta tätig. Der aus dem Friesland stammende Gurka ist Jurist und hat Ende der 90er Jahre als Gründer einer Handelsfirma für Telekomprodukte in Osnabrück unternehmerische Erfahrungen gesammelt. Gurka wurde unter 23 Bewerbern ausgewählt. Der Favorit auf den Posten, der Geschäftsführer der Adlershofer Wista- Management GmbH, Hardy Schmitz, hatte abgesagt, weshalb sich die Suche für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Partner, Rolf Eckrodt, verkomplizierte. Über Gurka sagte Eckrodt, „er ist der Beste“. Mit ihm bekomme die Fördereinrichtung einen Geschäftsführer, „der unternehmerisches Denken, Internationalität, Zielstrebigkeit und diplomatisches Geschick vereint“. Eckrodts Stellvertreter im Aufsichtsrat, Wirtschaftssenator Harald Wolf, erhofft sich „Kontinuität im Wandel“ an der Spitze der Partner. Unter Gurka seien die Voraussetzungen gut, „weiter für mehr Investitionen, mehr Wertschöpfung und mehr Beschäftigung in Berlin zu arbeiten“.

Auch Eric Schweitzer, Präsident der IHK, begrüßte die Personalentscheidung, weil seiner Einschätzung nach Gurka über „wirtschaftlichen Sachverstand und internationale Erfahrung“ verfüge. Die Entscheidung des Aufsichtsrats habe „die vorbehaltlose Unterstützung der Berliner Wirtschaft“, ließ sich Schweitzer in einer Mitteilung der Berlin Partner zitieren. Die Aufsichtsratsspitze hatte sich auf den Vorschlag von Eckrodt verständigt und sich dann im Umlaufverfahren die Bestätigung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder besorgt.

Die Berlin Partner entstanden vor zwei Jahren aus der Wirtschaftsförderung und der privaten Marketingorganisation Partner für Berlin. Heute sind die frühere Partnerorganisation sowie die landeseigene Investitionsbank die größten Anteilseigner. Auch die Kammern halten Anteile. alf

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