Neuer Chef : Endlich Ruhe bei der Weberbank

Der neue Chef ist ein alter Hase: Klaus Siegers, neuer Vorstandsvorsitzender der Berliner Weberbank, ist schon seit fünf Jahren bei der Privatbank beschäftigt.

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Weberbanker. Klaus Siegers ist seit fünf Jahren bei der Privatbank. Foto: promo
Weberbanker. Klaus Siegers ist seit fünf Jahren bei der Privatbank. Foto: promo

Berlin - In den letzten drei Jahren war er im Vorstand für das Privatkundengeschäft, die Vermögensverwaltung und die institutionellen Kunden verantwortlich. Der 50-Jährige, der das gehobene Privatkundengeschäft bei der ehemaligen Privatbank Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co (heute UBS) gelernt und Karriere bei der WestLB gemacht hat, fängt seinen neuen Job am 1. September an. Er folgt auf Ernst Dienst, Vorstandsmitglied der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS), der die Weberbank seit der Übernahme durch die MBS im letzten Jahr kommissarisch geleitet hatte.

Der Weberbank tut die Ruhe nach mehreren Chef- und Eigentümerwechseln in den letzten Jahren gut. Das Institut war erst 2005 von der maroden Bankgesellschaft Berlin an die Düsseldorfer WestLB verkauft worden, auf Betreiben der EU-Kommission, die den Verkauf als Auflage für die Genehmigung staatlicher Beihilfen verlangt hatte. Nur vier Jahre später geriet auch die WestLB in Schieflage. Das Land Nordrhein-Westfalen sprang ihr bei, und die EU-Kommission drängte erneut auf den Verkauf der kleinen Privatbank.

Von der Übernahme durch die Mittelbrandenburgische Sparkasse mit Sitz in Potsdam erhoffen sich beide Seiten Synergieeffekte. Die MBS ist mit 1600 Mitarbeitern die größte Sparkasse Brandenburgs. Was ihr fehlt, ist Expertise bei der Vermögensverwaltung. Die Weberbank ist mit 220 Mitarbeitern eher klein, bietet ihren Kunden aber die komplette Produktpalette vom Girokonto bis zum Immobilienkredit. Das ist teuer. Im Verwaltungsbereich wird jetzt einiges zusammengelegt. Dieser Restrukturierungsprozess wird eine der Hauptaufgaben von Klaus Siegers sein.

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