Update

Neuer Fälschungsverdacht : Autokonzerne planen Rückgabe aller ADAC-Preise

Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass der ADAC bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ nicht nur die Teilnehmerzahlen geschönt, sondern auch die Reihenfolge der Sieger manipuliert hat, wollen die Autohersteller all ihre Preise zurückgegeben.

Preis ohne Wert?
Preis ohne Wert?Foto: dpa

Die Autohersteller planen wegen des neuen Fälschungsverdachts beim ADAC nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gemeinsam Konsequenzen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, wollen die Hersteller demnach alle ADAC-Preise zurückgeben. Eine entsprechende Erklärung der Autokonzerne ist laut „FAZ“ (Freitag) schon vorbereitet. Sie gelte für den Fall, dass der ADAC bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ nicht nur die Teilnehmerzahlen geschönt, sondern auch die Reihenfolge der Sieger manipuliert hat. „Dann wären die Preise für uns wertlos, und wir würden sie zurückgeben“, hatte BMW bereits am Donnerstag mitgeteilt.

Der ADAC hat die Prüfungsgesellschaft Deloitte mit einer Untersuchung beauftragt. Die Ergebnisse werden Anfang nächster Woche erwartet.

Mittlerweile hat auch der Autobauer Daimler angekündigt, seine Preise zurückgeben zu wollen. „Wenn sich die Vorwürfe der Manipulation durch die Untersuchungen bestätigen, werden wir alle «Gelben Engel« definitiv zurückgeben“, kündigte eine Sprecherin am Freitag in Stuttgart an und bestätigte einen Bericht der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. „Die Preise hätten dann jeden Wert verloren.“

14 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben