Wirtschaft : Neuer Großaktionär bei Jack White

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Berlin – Der Berliner Musikverlag Jack White Productions hat einen neuen Großaktionär: Bolko Hoffmann, Herausgeber des Börsenbriefs „Effecten-Spiegel“, der durch eine Kampagne gegen die Euro-Einführung bekannt wurde. Man habe den „absurden Kurseinbruch“ zum Aufbau der Beteiligung genutzt, erklärte Hoffmann. Über seine Düsseldorfer Effecten-Spiegel AG kaufte er einen Anteil von gut zehn Prozent, der am Freitag einen Börsenwert von rund drei Millionen Euro hatte.

In der vergangenen Woche war der Kurs um rund 30 Prozent abgesackt, nachdem die Firma einen Umsatz- und Gewinneinbruch im ersten Halbjahr meldete. Anfang dieser Woche wurde Finanzvorstand Frank Nußbaum, Sohn des Gründers Jack White, geschasst, daraufhin machte die Aktie die Verluste wieder wett. Am Freitagnachmittag notierte sie bei 4,40 Euro im Plus.

Hoffmann erklärte, sein Paket sei zu Preisen unter 4,31 Euro am Markt gekauft worden. Vorstandschef Thomas Stein kündigte an, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Ob Hoffmann einen Aufsichtsratssitz beanspruche, wisse er nicht, sagte Stein dieser Zeitung. „Ich mache hier das Musikgeschäft und verteile nicht Posten. Jeder, der helfen will, ist willkommen.“ Hoffmann ist nun einer von vier größeren Aktionären: Vatas und Schroders sind ebenfalls mit je rund zehn Prozent beteiligt, der Unternehmer Heinz Heiler mit gut fünf Prozent. Die Vatas Holding mit Sitz in Berlin gehört dem in London ansässigen Investor Robert Hersov, Geschäftsführer ist Lars Windhorst. Schroders ist eine börsennotierte Investmentbank mit Sitz in London. mod

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