Wirtschaft : Neuer Konzern heißt Vattenfall Europe

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Der neue nordostdeutsche Energiekonzern, der in diesem Jahr aus Bewag, HEW, Veag und Laubag gebildet wird, soll Vattenfall Europe heißen und seinen Sitz in Berlin haben. Das gab der Vorstandschef des schwedischen Eigentümers Vattenfall, Lars Josefsson, am Donnerstag in Berlin bekannt.

Das Unternehmen, das bisher unter dem Titel "Vierte Kraft" bekannt wurde, wird der drittgrößte deutsche Stromkonzern sein. Es hat rund 2,7 Millionen deutsche Kunden und beschäftigt etwa 20 000 Mitarbeiter. Ab Januar 2003 werde das Unternehmen vor allem in Osteuropa und in den an Deutschland angrenzenden Ländern wachsen, kündigte Josefsson an. In drei bis fünf Jahren solle sich der Umsatz der Gruppe von derzeit rund 11 Milliarden Euro verdoppeln.

Durch die Zusammenlegung der Unternehmen würden Arbeitsplätze wegfallen, kündigte Josefsson an. Eine Zahl nannte er nicht. Auch über den Ort der Stellenstreichungen gab er keine Auskunft. "Es gibt ab jetzt nur noch eine Firma mit Chancengleichheit. Die Messlatte ist Leistung, nicht Herkunft."

An der Spitze des Konzerns wird ein siebenköpfiger Holding-Vorstand stehen. Dessen Vorsitzender ist der Vorstandschef des Hamburger Versorgers HEW, Klaus Rauscher. Aus dem Vorstand des Berliner Versorgers Bewag wird der Personalvorstand Hans-Jürgen Cramer in den Vorstand der neuen Holding aufrücken. Cramer wird im Vorstand der neuen Konzernholding für Fernwärme und IT zuständig sein. Der 57-jährige Bewag-Vorstandschef Dietmar Winje verlässt das Unternehmen wie erwartet zum 31. Januar dieses Jahres.

Die Marken HEW und Bewag sollen als regionale Handelsmarken in Hamburg und Berlin erhalten bleiben. Die Namen der Einzelfirmen sollen jeweils den Zusatz "ein Unternehmen der Vattenfall-Gruppe" erhalten.

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