Wirtschaft : Neuer Markt im Visier der Aufseher

Börsenaufsicht beobachtet extreme Kursausschläge / "Kein Anlegerschutz" FRANKFURT (MAIN) ((ro)).Die extremen Kursausschläge von Technologieaktien am Neuen Markt der Frankfurter Börse beschäftigen auch die hessischen Börsenaufseher."Wir untersuchen, ob ein Fall von Marktmanipulation vorliegt", sagt Staatskommissar Klaus-Dieter Benner.Dabei geht es offenbar um einen Anlagetip in einer Fernsehsendung, der möglicherweise mit falschen Informationen über das betreffende Unternehmen verbunden war.Laut Börsengesetz sind solche Anlagetips strafbar.Generell aber stellt Benner dem Neuen Markt ein gutes Zeugnis aus: Bislang gebe es im Handel keine einzige Unregelmäßigkeit, die Abläufe seien ganz normal.In der vergangenen Woche waren Irritationen aufgekommen, vor allem durch die Entwicklung der Aktie des Telefonanbieters Mobilcom.Der Kurs des Papiers war an einigen Tagen um mehrere hundert DM in die Höhe geschossen.Ursache dafür seien die im Vergleich zu anderen Aktien vielen unlimitierten Kauforders."Über solche Kaufaufträge kann man nur den Kopf schütteln." Allerdings, so Benner und der hessische Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Kurth sei es nicht Aufgabe des Staates und der Börsenaufsicht, den Anleger vor den immer häufigeren und vor allem reißerischen Aktientips in vielen Medien zu schützen."Wir machen keinen Anlegerschutz.Wir können den Anleger nicht vor Fehlentscheidungen schützen." Er müsse sich selbst informieren und ein Bild machen.Benner und Kurth appellierten bei der Vorlage des Jahresberichtes der hessischen Börsenaufsicht an die Vernunft des Anlegers und warnten davor, Kaufaufträge ohne Kurslimit abzugeben.Den Neuen Markt, an dem ein Jahr nach dem Start die Aktien von rund 20 jungen, innovativen Unternehmen notiert sind, stellt Kurth ein gutes Zeugnis aus.Er habe sich bewährt.Je mehr Unternehmen dort notiert würden, desto geringer würden auch die spekulativen Tendenzen, verspricht der Staatssekretär.Die staatliche Aufsicht der größten deutschen Börse hat sich nach Ansicht von Kurth als effizient und kostengünstig bewährt.Statistisch gesehen seien 1997 pro Transaktion dafür nur Kosten von etwa einem Pfennig angefallen.Angesichts der immer stärkeren Konzentration der Börsengeschäfte auf Frankfurt übernimmt die hessische Aufsicht, so Kurth, quasi automatisch auch die Rolle einer zentralen Börsenaufsicht in Deutschland.Deshalb sei die Diskussion über eine neue bundesweit aktive Handelsüberwachung überflüssig.1997 untersuchten die Börsenaufseher in Frankfurt 52 Fälle, bei denen es Verdacht auf Unregelmäßigkeiten gegeben hatte.Dabei, so Kurth, sei man erfreulicherweise nur auf einen schwerwiegenden Fall gestoßen.Gegen einen der 39 Kursmakler in Frankfurt wurde ein Entlassungsverfahren eingeleitet.In vier anderen Fällen wurde das Verfahren eingestellt, weil die Makler von sich aus ihren Hut nahmen.Neun Abmahnungen, ein Verweis und zweimal die Verhängung eines Ordnungsgeldes gehörten ebenfalls zur Jahresbilanz der Börsenaufseher.Im Deutschen Historischen Rathaus überreichte Bundeswirtschaftsminister Günther Rexrodt am Dienstag an insgesamt 16 Filmemacher den deutschen Filmpreis.Sechs Filme erhielten den ersten Preis, zehn davon den zweiten.Dem Film "Flash" von Thorsten Näfer wurde die besondere Ehre zuteil, den geladenen Gästen vorgeführt zu werden.Näfer hatte sich im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates mit dem Thema Drogen und Autofahren auseinandergesetzt und zeigte in seinem Mini-Techno-Musicalfilm, daß sich beides zusammen nicht verträgt.Damit belegte er in der Kategorie "Wirtschaft und Gesellschaft" den ersten Preis.Auch Alexander Scherer eroberte mit seinem Film "Augenblicke" - einem Unternehmensporträt der Firma Carl Zeiss - den ersten Preis in der Kategorie "Leistungen deutscher Unternehmen und Fachkräfte".Rexrodt würdigte zudem in sein Ansprache das 30jährige Jubiläum des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises und hob die ökonomische Bedeutung der Branche hervor, die immerhin 1000 Produzenten hätte, die Wirtschaftsthemen einem breiten Publikum näherbringen wollten.Im Deutschen Historischen Rathaus überreichte Bundeswirtschaftsminister Günther Rexrodt am Dienstag an insgesamt 16 Filmemacher den deutschen Filmpreis.Sechs Filme erhielten den ersten Preis, zehn davon den zweiten.Dem Film "Flash" von Thorsten Näfer wurde die besondere Ehre zuteil, den geladenen Gästen vorgeführt zu werden.Näfer hatte sich im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates mit dem Thema Drogen und Autofahren auseinandergesetzt und zeigte in seinem Mini-Techno-Musicalfilm, daß sich beides zusammen nicht verträgt.Damit belegte er in der Kategorie "Wirtschaft und Gesellschaft" den ersten Preis.Auch Alexander Scherer eroberte mit seinem Film "Augenblicke" - einem Unternehmensporträt der Firma Carl Zeiss - den ersten Preis in der Kategorie "Leistungen deutscher Unternehmen und Fachkräfte".Rexrodt würdigte zudem in sein Ansprache das 30jährige Jubiläum des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises und hob die ökonomische Bedeutung der Branche hervor, die immerhin 1000 Produzenten hätte, die Wirtschaftsthemen einem breiten Publikum näherbringen wollten.

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