Neuer Pop-up-Laden in Berlin : Das Wunderland für Hutträger

Wer etwas auf sich hält, geht heute nicht mehr ohne Hut. Wie das Accessoire entsteht, zeigt Giuseppe Tella in seinem ausgefallenen Pop-up-Laden. Auch Angelina Jolie war angetan.

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Design in Schwarz-Weiß. Giuseppe Tella in seinem Pop-up-Store.
Design in Schwarz-Weiß. Giuseppe Tella in seinem Pop-up-Store.Foto: Thilo Rückeis

Giuseppe Tella hat in Berlin ein kleines, verrücktes Wunderland für Hutträger geschaffen. Inmitten von schwarz-weißen Streifen an den Wänden und auf dem Boden präsentiert er seit einigen Wochen seine Kopfbedeckungen. Dabei achtet er mehr auf auffällige Formen und Farben als auf Federn und Tüll. „Früher war der Hut ein Muss“, sagt der 40-jährige Italiener. „Es ist schade, dass er als Accessoire so sehr an Wert verloren hat.

Für eines seiner Unikate braucht Giuseppe Tella im Normalfall drei bis vier Tage. Dabei wählt er zunächst eine seiner Holzfiguren aus, die dem Hut seine spezielle Form geben soll. Danach behandelt er die Filzrohlinge im feuchten Zustand und lässt sie in der jeweiligen Form schließlich eine Weile trocknen. „Ein ausgefallenes Stück kann auch mehrere Wochen dauen“, sagt er. Mützen sind im Laden ab 130 Euro, Hüte ab 180 Euro erhältlich.

Sein Handwerk erlernte der Designer, der seit zwölf Jahren in Berlin lebt, vor allem im Eigenstudium. Zwar würden viele Kunden nur verdutzt in seinen Laden in der Schöneberger Motzstraße schauen und ein paar Fotos machen, erzählt er, aber dafür habe er schon eine ganz besondere Reaktion bekommen. Im Sommer begleitete Angelina Jolie ihren Lebensgefährten Brad Pitt zu einer Filmpremiere nach Berlin. Am Potsdamer Platz schenkte Tella ihr einen seiner Hüte. „Sie nahm ihn, lächelte und sagte: ,Beautiful.’“

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